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Montag, 23. Oktober 2017

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Rastafari 2 Drucken E-Mail
Rastafari

Babylon

"Babylon. Das korrupte Establishment der westlichen Gesellschaft. Der Westen und die westliche Zivilisation, gegründet auf Kapitalismus, haben sich die Herrschaft über die Menschheit angemaßt. Das Wort wird auch in der engeren Bedeutung "Polizei" verwendet, denn diese schützt ja das niederträchtige System. Manchmal wird es auch speziell als Bezeichnung der ehemaligen Kolonialmacht benutzt, dem Zentrum der Finsternis und Verderbtheit." (aus Itation of Jamaica)




In der alttestamentarischen Prophetie meint Babylon das geschichtliche Babel. "Babylon Dread", das schreckliche Babylon nach Offb 17,5 bzw. das "Römische System" ist die furchtbare Welt, in der die Rastafarians leben müssen, das Exil, aus dem sie, wie die Juden, heimkehren wollen in das gelobte Land. Aber nicht mehr die Juden gelten als das wahre Israel, sondern die Rastafarians sind die Auserwählten, die auf dem Berge Zion leben werden. Doch was sie mit den Juden gemeinsam haben ist die Exilsituation: Zerstreuung und Verfolgung. Diese doppelte Erfahrung ist für die Rastafari-Existenz letztendlich konstitutiv.

Rastafari werden keine Waffe zur Hand nehmen und sich auch nicht mit dem Blut Babylons besudeln müssen, denn Babylon wird sich selbst vernichten. Jah T. argumentiert in einem reasoning, dass Staaten wie die USA aus reiner Gewinnsucht - "They worship the dollar as their God" - Waffen an eigene Feinde verkaufen, was zwangsläufig zur Erfüllung der biblischen Prophezeiung "The wicked shall fall through their own sword" führen müsse.

Bongo Hu-I sagt, dass zuerst jeder einzelne Babylon als das erkennen müsse, was es ist: ein Herrschaftssystem, das auf dem Konglomerat von Religion, Politik und Handel aufbaut. Wer sich für den Rasta way of life entscheide, könne nicht umhin, zu aller erst Babylon in sich selbst zu bekämpfen - durch einen zielstrebigen Rückzug aus Religion, Politik und Handel. Jeder sei nun frei von Korruption und könne durch rechtschaffende Lebensweise und vertiefte Meditation weitere Stadien der Rasta Livity erreichen.


*Rastafaris sehen nicht nur Massenmörder wie weiter oben abgebildet Osama Bin Laden oder Hitler für das abgrundtiefe Babylon. Die "Crazy Baldheads" wie sie von den Rastafaris genannt werden sind unter anderem (v.l.n.r.) Georg W. Bush der mit einer Politik gegen die Umwelt und deren Schutz arbeitet. Im internationalen Rattenrennen ist er sowieso ganz vorne mit dabei. Durch Ausbeutung der 3. Welt und Kriegstreiberei erlangte er einen höchst zweifelhaften Ruf.


Silvio Berlusconi gehört wie Jörg Haider (FPÖ) zu den Rechtspopolisten in Europa´s Babylon. Haider in der Nachrichtensendung "ZIB" (01.03.1995): "Ich war bei Freunden in Namibia, dem ehemaligen Deutsch-Südwestafrika, mit meiner Familie zusammen, weil ich ein bisschen erproben wollte, wie das Zusammenleben mit den Schwarzen so ist, wenn sie die Mehrheit haben. Mit den Schwarzen ist es wirklich so ein Problem. Selbst dort, wo sie die Mehrheit haben, bringen sie nichts zusammen. Da ist einfach wirklich Hopfen und Malz verloren." (Quelle) .


Helmut Kohl (CDU), der ehemalige Bundeskanzler aus Deutschland war wegen der Spendengeld-Affäre stark unter Druck geraten. Sein Parteifreund Edmund Stoiber aus Bayern fordert eine "Durchrassung" in Deutschland. Und zur Drogenpolitik sagte Stoiber 1997: "Wer den freien Genuss von Cannabis befürwortet, nimmt in verantwortungsloser Weise den Tod von Tausenden junger Menschen in Kauf." Abgesehen davon, dass weltweit noch kein bekannter Fall von einer tödlichen Hanfvergiftung bekannt ist, hat er leider "vergessen" zu erwähnen, dass in Deutschland jährlich etwa 42.000 (!) (Quelle) Menschen und in Österreich über 8.000 (!) (Quelle: ÖBIG) Menschen direkt oder indirekt nur durch Alkohol sterben.

Erstaunlicherweise sieht man den Politiker nur selten ohne Champagner oder bayrischen Bier im Fernsehen.








Ariel Scharon und Jassir Arafat zählen beide zu Terroristen die es geschafft haben ein Land zu regieren. Gegenseitige Schuldzuweisung für Selbstmordattentate, Exekutionen und Unterdrückung sind die Stärke dieser beiden Herren. Scharon als ehemaliger Armeeoffizier macht das was er am besten kann: Weniger politische Diplomatie aber mehr militärische Repressalien, vor allem gegen die Palästinenser. Ziel von Scharon ist viel Macht zu erlangen, egal wie viele Tote das fordert.

Jassir Arafat, inoffiziell auch Chef der Al Aksa Extremisten ist um nichts besser. Selbstmordattentate unter seiner ("inoffiziellen") Anweisung bringen fast täglich literweise Blut zu strömen. In Bethlehem wäre Jesus heute dank Arafat nicht mehr auf Wasser, sondern auf Leichen gegangen. Eine Schande für Gläubige die jedes Leben respektieren.

Mit einer gigantischen Zahl von Hinrichtungen jährlich zeigt China die ganze Grausamkeit ihrer mittelalterlichen Politik. Korruption und Mafia sind tief in das Land eingewachsen. Die Atom-Macht China ist außerdem für das Ende von Tibet, dem Dalai Lama und vielleicht sogar für die gesamte Religion der Buddhisten verantwortlich. Politisch bewegt sich in China so gut wie nichts. Für die extrem konservative Politik ist auch in weiter Zukunft keine Ablöse abzusehen.

Das Lied "Rivers of Babylon", vielen bekannt als "Happy Reggaesound" ist fast wörtlich dem Psalm 137 aus der Bibel entnommen. Er ist ein Schlüssellied der Rastafaribewegung in Jamaika.

An den Wassern zu Babel saßen wir und weinten, wenn wir Zion gedachten,
unsere Harfen hingen in den Weiden die daselbst sind. Denn dort hießen uns singen,
die uns gefangen hielten und in unserem Heulen fröhlich sein:
"Singet uns ein Lied von Zion"
"Wie sollen wir des Herren Lied singen
in fremden Ländern"

Als sich 1980 eine Million Schüler in Dublin zusammenfanden, um Papst Johannes Paul II. ihre Interpretation von "Rivers of Babylon" vorzusingen, war dies ein Triumph für die jamaikanischen Sufferahs. Der Papst hatte keine Ahnung, dass diese Rocksteady-Ballade aus den 70ern das unmittelbar bevorstehende Dahinscheiden des religiösen Reiches an der Mündung der Flüsse Aniene und Tiber prophezeite, dem er vorstand.

BABYLON SPECIAL - EURE ARTIKEL

The Ku-Klux Klan (eingesendet von Joul)


Armageddeon

Das Armageddeon ist der Endkampf von Gut und Böse und entspricht etwa der christlichen Vorstellung vom Jüngsten Gericht.

Irie


Ausdruck positiver Schwingungen ist das Rastawort "Irie", dass man bisweilen vom hebräischen und damit biblischen arjeh (Löwe) und Ariel (Löwe Gottes) ableitet. Löwen begleiten das Bild des Kaisers und zieren die Räumlichkeiten der Rastafaris. Nicht zuletzt ist der Löwe auch ein Symbol Afrikas.

The Lion of Judah

"The Lion of Judah shall break every chain and bring us victory again and again". Dieser zentrale Leitgedanke - von früheren Rastas wie Howell als anti-kolonialer Schlachtruf gegen die italienische Invasion Äthiopiens durch Mussolini postuliert - machte weiten Kreisen der jamaikanischen Bevölkerung Rastafarianismus erstmals in der Dimension als Theologie der Befreiung bewusst. "Every chain" meint jede Form der kolonialen, politischen, sozio-ökonomischen, kulturellen und religiösen Unterwerfung Schwarzer Menschen. Rastafari konfrontiert die soziale Realität der mannigfachen Unterdrückung, "Babylon System," mit ihrer Philosophie und Kultur der Befreiung.

Aus der Rasta-Religion hat sich eine Lebens- und Denkweise, Sprache und Musik entwickelt, die als eigenständige Kultur in der jamaikanischen Kultur zu sehen ist.

Denk- und Lebensweise der Rastafarians

Rastafari ist gelebte Religion, und die Faszination, die es auch auf westliche weiße Linke ausübt, erklärt sich nicht nur durch die Exotik und die hypnotisierende Musik, sondern auch durch die Haltung der Rastas gegenüber dem "System" und die konsequente Umsetzung von philosophischen Grundsätzen in gelebte "Alternativen".

Auf die Frage was die Rasta-Identität eigentlich ausmache, antwortete Lloyd:

"...as I would say: Rastafari Identity is Rastafari, who feels it - knows it, who never know it - a go feel it, seen" (zit. nach Zips, 1990, In: Kremser (Hrsg.))

Oneness

Die gesamte Lebensweise der Rastas ist von der "Oneness" bestimmt. Oneness ist Ausdruck des Gefühls der Zusammengehörigkeit zwischen den Rastafarians, aber auch Ausdruck einer universalen Liebe, des Gefühls der Durchdrungenheit von Gott. Viele Rastafarians leben gemeinschaftlich zusammen. Besitz ist insofern nicht bekannt. Im Idealfall wird Land, das benötigt wird, einfach genommen. So steht es im Psalm 24:1: "Die Erde ist des Herren und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen"

Arglist, Stehlen, Lügen, Habsucht, Eifersucht, Neid, Hass, Verrat sind verurteilungswürdige Verhaltensformen. Es herrscht in vielen Aspekten des Lebens eine Gleichberechtigung, aber nicht weil es Gesetze gibt, sondern einfach durch die konsequente Auffassung von der Allgegenwart Gottes. Sich über einen anderen zu stellen, würde bedeuten, Gott in ihm zu verachten.


Sprache

Ein anderer Ausdruck der Gleichheit spiegelt sich im Rasta-Dialekt wieder, der sog. I'n'I-Sprache (Ich-und-Ich-Sprache): Wenn Rastafarians von Gemeinschaft sprechen, gebrauchen sie statt "wir" den Ausdruck "I and I", "ich und ich". Ras Historian interpretierte es so:

"'Ich' in der normalen englischen Sprache 'I', ist die erste Person. Du, er, sie, es folgen als zweite und dritte Person. Wenn ich und Ich als Rastafarian die Zahlen betrachte, so kommt Eins zuerst. Sogar zwischen dem Zeichen 1 (eins) und I (für "ich") gibt es eine gewisse Ähnlichkeit. Deshalb betrachte Ich und Ich jedes Individuum, das ein Mitglied der Rastafarians ist, immer als "I". Anders gesagt, ein jeder ist immer der Erste. Denn es ist nur die Gesamtheit aller, die dieses ganze Ich bildet und so den vollkommenen Zustand hervorbringt."

Nach Dennis Forsythe, einem Soziologen u. Rastafarian, unterscheidet man ein "little I" und ein "big I":

"Das "little I" oder Ich (für englisch me) bezieht sich auf das untere Selbst des Menschen, auf seinen Körper, sein Ego, jenen Teil von ihm, der geboren wurde und sterben wird. Es ist dieses "little I", das Begierden, Streben, Elend, Glück erlebt, Handlungen vollzieht und den Tod fürchtet. Es ist das äußere Gewand des "Big I", ein Instrument, durch das sich das "Big I" auf der materiellen Ebene manifestiert."

"Das "Big I" ist das ewige unsterbliche oder wahre Selbst, das niemals geboren wurde und niemals sterben kann. Es ist der Geist des Göttlichen und Heiligen, das in der Tiefe eines jeden seinen Sitz hat."

Das Ziel der Rasta-Anhänger besteht also in der Erkenntnis des Selbst und in der Verschmelzung von "little I" und "Big I". Diese Selbstverwirklichung wäre dann "I-nity" bzw. Unity (Einheit). Für die Rastafarians ist die Sprache gewissermaßen ein heiliges Instrument und kein bloßes profanes Kommunikationsmittel. Sprache geht zurück auf den Schöpfungungsbericht der Bibel:

"Am Anfang war das Wort, und das Wort war bei Jah, und Jah war das Wort" (Joh.1,1)

Hierin sieht der Rastafarian einen Beweis dafür, dass Worte nicht nur Klang haben, sondern auch Kraft. Mit den Begriffen Wort, Klang und Kraft (Word, Sounds and Power) korrespondieren Geist, Sprache und Herz, die in eins schwingen und die Erleuchtung des Denkens und Fühlens ermöglichen.

"Durch Sprechen erneuert Rasta das Universum; Mitgefühl, Demut, Liebe und Harmonie anstrebend"

Zur vollsten Entfaltung kommt die Sprache im "Reasoning", der Gesprächsform der Rastafarians. Während des nächtlichen Rauchens werden Inspirationen mitgeteilt und in langen Gesprächen diskutiert. Hierin ist ein sakraler Akt zu sehen, vergleichbar mit dem Gebet. Die nächtliche Zeit ist zudem die heilige Zeit, da die Tageszeit fest im Griff von Babylon ist.

Das Reasoning ist auch noch in weiterer Hinsicht von Bedeutung: Rastafari ist nicht nur als eine akephale Bewegung anzusehen, also solch eine ohne Führer, sondern auch als eine solche, die am ehesten das protestantische Prinzip vom Priestertum aller Gläubigen zu verwirklichen scheint.


 

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