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Montag, 23. Oktober 2017

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Bob Marley - The Legend (by BobMarley.at /.ch /.info & RoMa Online) Drucken E-Mail
The Legend

BOB MARLEY - THE LEGENDE (Extended)

Über Bob Marley zu schreiben ist gar nicht mal so einfach. Das beginnt schon mal bei seinem Geburtsdatum. Die einen sagen es war 1944, andere wieder behaupten 1945. Oder auch der Geburtsort ist nicht überall der gleiche so steht in mancher Biographie, Rhoden Island, im Norden der Karibikinsel und in anderen in Nine Miles (St.Ann) einem kleinen Dorf in den Bergen der Nordküste Jamaikas. Vielleicht ist das ja das selbe ich muß sagen geographisch bin ich echt kein Ass. Ich habe nun gut und gerne 12 Stunden damit verbracht über Bob zu lesen und Gleichheiten herauszufinden. Diese hab ich dann für euch zusammengefaßt. Ab und zu kann es vorkommen das es nicht ganz Chronologisch scheint auch steht bei vielen etwas anderes wann, wer, wen kennengelernt hat. Das ganze war doch sehr verwirrend für mich.

Ich hoffe trotzdem euch einen guten Einblick in das schaffen und Leben dieses genialen Künstlers geben zu können. Ich habe für die Biographie die Daten verwendet die sich am häufigsten decken. Quellen waren unzählige kleine und auch größere Beiträge & Pages die ich mir nicht alle zusammengeschrieben habe. Besonders möchte ich Vinc von BobMarley.at .ch /.info - Movement Of Jah People danken der mir ursprünglich erlaubt hatte seine Texte zu verwenden. Aber nun wünsche ich euch viel Spaß beim lesen der folgenden Biographie die in Zusammenarbeit mit BobMarley.at .ch /.info - Movement Of Jah People entstanden ist.

Robert May - RoMa Online

 

 

Ich halte mich für einen Revolutionär, dem niemand hilft, der keine Bestechungen annimmt und der ganz alleine mit seiner Musik kämpft", erzählte Bob Marley einmal vor der Kamera. "Durch seine Musik war Bob ein Revolutionär. Er hätte nie eine Waffe gezogen, aber er stand vor dem Mikrofon und feuerte Schuss nach Schuss", erinnert sich seine Frau Rita in einem Interview. Eine Meinung, die nicht nur in Europa oder seinem Heimatland Jamaika geteilt wird, sondern auch in Afrika und in vielen anderen Teilen der Welt.

 

Am 6. Februar 1945 wurde Robert Nesta Marley in Nine Miles (St.Ann) einem kleinen Dorf in den Bergen der Nordküste Jamaika geboren. Seine Mutter ( Cedella "Ciddy" Malcom) kann denn Tag seiner Geburt nur noch vermuten. Der Grund dafür war die Regierung, die es den Ghettobewohnern in Jamaika nicht leicht machte. So war es kein einfacher Schritt für die junge Cedella, die Geburt ihres Sohnes offiziell bestätigen zu lassen. Der Vater (Captain Norval Sinclair Marley) ein 50 jähriger englischer Marineoffizier, an den sich sein Sohn kaum noch erinnerte, heirate Bobs damals 18 jährige Mutter Cedella Booker 1944 als die Schwangerschaft bekannt wurde, hatte die Familie aber einige Zeit nach der Geburt von Robert Nesta wieder verlassen.

 

Bis zu seinem 5. Lebensjahr lebte Bob in Nine Miles, bis er unter einem Vorwand von seinem Vater entführt und in Kingston bei einer Frau namens Mrs Grey abgegeben und nicht wieder abgeholt wurde. Nach fast einem Jahr fand Cedella ihren Sohn Bob wieder und holte ihn zurück nach Nine Miles.

 

Bob lebte zu der Zeit mit seiner Mutter in den Hügeln von St. Ann bei seinem Großvater Omeriah (angesehener Myalman) und stand stark unter dessen Einfluss, welcher sein geheimes, auf animistischen Religionen Afrikas beruhendes und von Sklaven nach Jamaica gebrachtes Wissen an Bob weiter gab.

 

Doch in den späten 50er ist Cedella in das von der Regierung neugebaute Wohnviertel Trenchtown (Kingston) umgezogen. Es war damals der Traum von einem besseren leben und die Chance auf Arbeit die Cedella veranlaßte diesen Schritt zu tun. Obwohl es kein Abwassersystem enthielt, stellte es für die Slum- und Hüttenbewohner Kingstons eine erstrebenswerte Wohnanlage dar. Trenchtown war das Zentrum der Rastafarians in Kingston. Diese Haile Selassie als Gott verehrende, und ständig von Marihuana-Aromen umgebende Minderheit, war mit ihrer Art des Denkens von Teilen der Bevölkerung überhaupt nicht erwünscht. So kam es beispielsweise, daß bei Polizeieinsätzen Rastafarians in LKWs gedrängt wurden, um ihnen die Locken abzuschneiden.

 

Ein weiterer Verwandter, Clarence Malcom, ehemals gefeierter jamaikanischer Gitarrist, verschaffte ihm erste Kenntnisse über Musik, welche er auf selbstgebastelten Gitarren aus alten Sardinenbüchsen und Bambus anwandte. Während Bobs Mutter, um Geld für die Ernährung der Familie zu verdienen in Kingston arbeitete und lebte, wohnte Bob bei seiner Tante.

 

1957, Bob war 12 Jahre alt, entschied sich seine Mutter ihn zu sich nach Kingston zu holen. Bob war damit einverstanden, denn das Leben bei seiner sehr strengen Tante machte ihn unglücklich. Das Leben in der Stadt stellte etwas völlig anderes dar, als die ländliche Gemächlichkeit die Bob gewohnt war. Allerdings hatte er ja schon während der Entführung durch seinen Vater Erfahrungen mit dem Stadtleben gemacht. Zudem traf er so Bunny Livingston wieder, mit welchem er seit frühester Kindheit befreundet war. Beide verband das starke Bestreben, sich durch Musik auszudrücken, so daß sie bereits versuchten kleine Lieder zu erfinden.

 

Während seines Lebens in Trenchtown hatte Bob seinen ersten Kontakt mit Ganja - Marihuana. Hier erhielt er auch zum ersten Mal "richtigen" Musikunterricht in einem Hinterhof (zusammen mit Bunny Livingston) von Joe Higgs. Durch ihn lernte er auch Peter McIntosh kennen. Higgs war einer der berühmtesten Bewohner des Viertels, da er einer der ersten eingeborenen Jamaikaner war, die eine Platte aufgenommen hatten. Mit seinen Freunden Bunny Livingstone und Peter McIntosh begeistert sich Marley für die Musik, die Ende der 50er Jahre von den USA aus im Radio kommt. Die Musik stand stark unter dem Einfluss von Rythm & Blues unter anderem von Ray Charles, James Brown, Fats Domino oder Curtis Mayfield, aber auch schwarze Gesangsgruppen wie The Drifters.

 

Im frühstmöglichen Alter von 14 Jahren verließ Bob die Schule. Er war keinesfalls unbegabt, oder faul, sondern wurde im Gegenteil von seinen Lehrern nahezu vergöttert. Bob brach die Schule ab, um Geld zu verdienen, und fand eine ihm verhasste Stelle als Schweißer. Eines Tages flog ein Stück Metall hoch und blieb im weißen seines Auges stecken. Er hatte starke Schmerzen, und mußte ins Krankenhaus es entfernen lassen. Nach diesem Vorfall fällte Bob die Entscheidung, das Schweißen sein zu lassen, und sich seiner Gitarre zu widmen. Er beschloß seinen Lebensunterhalt als Musiker zu verdienen.

 

1962 wurde sein Talent von Leslie Kong, ein japanisch-jamaikanischer Geschäftsmann, welcher pauschal zehn jamaikanische Dollar für jeden Song zahlte entdeckt. Er nahm den damals sechzehnjährigen Bob mit ins Studio und nahm mit ihm seinen ersten Track auf: "Judge not". Das Lied wurde vom fröhlichen Galopp des Ska getragen, der damals so frisch und einzigartig war, wie die Nation Jamaikas selbst, welche am 6. August 1962 die Unabhängigkeit von der Britischen Krone erreichte. Dieser Track wurde auch im Radio gespielt im Gegensatz zu "One Cup of Coffee" - das war ein Flop genauso wie "Terror".

 

Obwohl "Judge Not" ebenso wie die zwei andere für Kong aufgenommene Platten kaum Erfolg hatte, stellte es für Bob den wichtigen ersten Schritt ins Musikgeschäft dar. Bei diesem spielte Derrick Morgan eine ganz besondere Rolle, denn er war es, der Bob mit Leslie Kong bekannt machte. Morgan hatte gerade mit "Forward March" einen Hit in Jamaika gelandet, welcher die optimistische Stimmung der aufstrebenden und nun unabhängigen Nation ausdrückte. Er war es ebenfalls, der Bob seine ersten größeren öffentlichen Auftritte verschaffte, indem ihn 1963 bei einigen seiner Shows auftreten ließ, wobei Bob allerdings vom launischen jamaikanischen Publikum ausgebuht wurde.

 

Trotz dieser Enttäuschung und den Flops seiner ersten Platten war der damals 16jährige überzeugt eine Zukunft als Musiker vor sich zu haben. Nun versuchte er, gemeinsam mit seinen Partnern aus Trenchtown Bunny Livingston und Peter McIntosh Erfolg zu haben. Zunächst traten sie als "The Teenagers" und später als "The Wailing Rudeboys" auf, aus welchen sich im Laufe der Zeit The Wailing Wailers bzw. die "The Wailers" entwickeln sollten..

 

Bobs Mutter war unterdessen von Bunnys Vater Toddy Livingston schwanger, konnte aber nicht mit ihm glücklich werden, da er sehr eifersüchtig und streitsüchtig war. Um dieser Hassliebe zu entfliehen und ein besseres Leben zu beginnen, zog sie nach Wilmington in Delaware (USA) zurück. Nach langem zögern, ob Bob mitkommen sollte, entschied man sich, ihn später nachzuholen. Bob wurde so zunächst von seiner Tante umsorgt und später obdachlos, als diese nach St. Ann zurückkehrte. Während dieser Zeit schlief er meist in einer Ecke der Küche eines Bekannten.

 

Das Ende dieser tristen Situation stellte der Beginn der Aufnahmen im legendären Studio-One für Clement "Sir Coxsone" Dodd dar. "Simmer Down" war das erste Werk das kurz vor Weihnachten 1963 veröffentlicht wurde. Es setzte sich mit den Themen Jugendkriminalität und dem Leben im Ghetto auseinander und blieb 1964 für zwei Monate die Nummer Eins in den Charts.

 

Die Band bestand nun aus Bob, Bunny, Peter, Junior Braithwaite und die Hintergrundsänger Beverly Kelso und Cherry Smith und es war der Sound aus dem Ghetto in dem die Jungs ihr Leben widerspiegelten. Obwohl sie eigentlich eher weniger dazugehörten nahmen Bob, Bunny und Peter somit das Image der als halbstarke Jugendliche auftretenden Rude-Boys an..

 

Neben Fortschritten in der Musik lernte Bob auch im religiösen Bereich dazu. Einige Studio-One Musiker, wie beispielsweise Johnny Moore waren ernsthafte Rastafari und lehrten dem staunenden Bob ihre Interpretation der Bibel, dem in Jamaika mit Abstand bekanntestem Buch.

 

Rastafari ist eine christliche Religion, die ihre Grundsätze aus verschiedenen Kirchen nimmt. Von zentraler Bedeutung sind zwei Figuren. Die erste ist Markus Garvey, ein gebürtiger Jamaikaner, der 1919 in Harlem die UNIA (Universal Negro Improvement Agency) gründet. Ein halbes Jahrhundert später, als Marley in den USA verweilt, spielt sie eine wichtige Rolle beim Kampf der Schwarzen um ihre Rechte. Garvey verkündet, dass ein mächtiger König in Afrika die Macht übernehmen und die Unterdrückten befreien werde. Als zum anderen Haile Selassie 1930 als König Äthiopiens auf den Thron steigt, sehen viele Jamaikaner in ihm die Erfüllung der Prophezeiung. Selassie entpuppt sich zwar als einer der üblichen afrikanischen Tyrannen, seine Bezeichnung als König, Ras Tafari, dient dennoch als Namen für die neue Religion. Nach wie vor gilt er in ihr als göttliches Wesen.

 

Als Markenzeichen der Rastafaris entwickeln sich eine filzige Frisur und das Kiffen, dem eine religiöse Bedeutung zugrunde liegt: Der Rausch soll sowohl die Gläubigen vereinen, als sie auch Gott, oder Jah, näher bringen. In seinen Texten behandelt Marley fortan spirituelle und soziale Themen.

 

Nach weiteren erfolgreichen Songs wie "Lonesome Feelings" oder "Another Dance" erschien 1965 "One Love", welches die Botschaft und Philosophie der Rastafari enthielt.

 

Der ganze Stress durch den Erfolg forderte bald Opfer: Braithwaite, Beverly und Cherry stiegen aus. Bob dachte über einen neues Leben in Amerika nach. Seine Mutter wollte ihm ein Flugticket schicken damit er ebenfalls in die USA kommen konnte.

 

Bevor er nur 8 Monate nach Amerika flog, lernte er seine zukünftige Frau, Rita Anderson, ein einfaches aber gebildetes Mädchen aus Trenchtown, welches ebenfalls Musik machte kennen, die er am 10. Februar 1966 heiratete. Einen Tag später verließ er sie ebenso wie sein Vater damals seine Mutter in Richtung USA, um seine Mutter zu besuchen. Rita kam nach einigen Monaten nach und gemeinsam flogen sie zurück nach Kingston.

 

1967 als Bob sich dem Rastafari Glauben angeschlossen hat, wurden die Band unter dem Namen "The Wailers" mit Bunny und Peter neu gegründet. Rita war auch dabei und landeten einen Hit mit dem Song "Pied Piper". Allgemein ging der Musikstil zu dieser Zeit weg vom schwingenden "Ska Beat" hin zum rhythmischen "Rock Steady". Ihr Glauben zum Rastafarianismus wurde zum Problem für Coxsone Dodd und man entschloß sich das eigene Label Wail'N'Soul zu gründen das bis Ende 1967 gehalten hat.

 

Auf dem gegründetem Label Wail'N'Soul erschienen unter anderem die Songs "Bend Down Low" und "Mellow Mood". Es war für Bob und Rita, welche die Platten meist eigenhändig in die Plattenläden lieferten schwer das Label zu führen, so daß Bob trotz der Unabhängigkeit eines eigenen Labels bei Danny Sims unterschrieb. Dieser garantierte für jeden Wailer zusätzlich zu Erlösanteilen aus Plattenverkäufen 50 US-Dollar pro Woche. Bis 1972 erschienen über 80 Songs wie "Nice Time" oder "Soul Rebel" bei Sims.

 

Sie lernen den Produzenten Lee 'Scratch' Perry kennen, der ihnen in Jamaika zum Durchbruch verhilft. Mit "Soul Rebel", "Duppy Conqueror", "400 Years" und "Small Axe" gelingen ihnen 1969 gleich vier Klassiker des Genres.

 

Zunächst traten Bob, Peter Tosh und Bunny Livingston als Trio auf und wurden lediglich für zu Studioaufnahmen von unterschiedlichen Reggae-Bands unterstützt. Als die Gruppe 1972 bei Island Records unterzeichnete spielte Earl "Wire" Lindo Keyboard, und die Barret-Brüder Aston "Family Man" Barret ("Family Man" wegen der enormen Anzahl seiner Kinder) und Carlton Barret Bass und Schlagzeug. Carlton Barret wurde 1987 auf Grund eines Komplotts zwischen seiner Frau und deren Liebhaber erschossen. Im Laufe der Zeit stießen außerdem Tyrone Dowie (Keyboard) und der amerikanische Gitarrist Al Anderson dazu. Nun gelten die Wailers, als beste Band der Karibik. In den USA und in Europa sind sie jedoch noch gänzlich unbekannt.

 

1971 gründete Bobs Freund und Fußball-Superstar der Insel Alan Cole das Label "Tuff Gong" mit zehn Dollar aus eigener Tasche und gab Bunny und Peter je 33 und Bob 34 Prozent der Firma. Ihre erste Veröffentlichung "Trenchtown Rock", ein Stück über das Leben und Leiden im Ghetto und die tröstend-aufbauende Wirkung von Musik, blieb fast den ganzen Sommer über die Nummer eins der jamaikanischen Charts.

 

Nach einiger Zeit und nach einem Aufenthalt von Bob in Schweden, (eingeladen von Johnny Nash) war es 1972 soweit das die Wailers in England (London) ihre Single "Reggae on Broadway" promoteten. England war ein wichtiges Land, denn Chris Blackwell und sein 1958 gründetes Island Records Label, spielten eine große Rolle für den Erfolg die jamaikanische Musik auf der englischen Insel.

 

Unter anderem wurde mit Jimmy Cliffs "The Harder They Come" eines der besten Soundtrack-Alben aller Zeiten veröffentlicht. Chris Blackwell wollte mit Cliff Reggae auf dem Markt für Rockalben etablieren, doch dieser verließ Island Records, um bei einem anderem Label mehr Geld zu verdienen. Zu dieser Zeit stellte sich Bob bei Blackwell vor, und konnte sofort unterzeichnen. Blackwell stellte fest, daß Bob den harten, rebellischen Charakter - Grundlage seiner Vermarktungsstrategie- welchen Jimmy Cliff im Film spielte tatsächlich vertrat.

 

1972 wurde mit "Catch A Fire" das erste Album für Island Records veröffentlicht, es hatte entgegen aller Voraussagen großen Erfolg.

 

Nach einigen USA-Auftritten im Vorprogramm von Bruce Springsteen und Sly And The Family Stone nehmen sie "Burnin'" (1973) auf, das neben älteren Liedern auch "Get Up Stand Up" und "I Shot The Sheriff" hervor bringt. Als eine Coverversion Eric Claptons kurz danach in den USA die Spitze der Singlecharts erobert, ist der Durchbruch geschafft.

 

Mit dem Erfolg bei Island und bei den Aufnahmen zu "Nutty Dread" wurden auch die Differenzen zwischen Bob, Peter und Bunny immer deutlicher.es kommt zum Streit. Nach jahrelanger Zusammenarbeit schienen sich die Wege der drei, seit ihrer Jugend in Trenchtown befreundeten Männer zu trennen. Unzufrieden mit der Orientierung Marleys und seinem Gewicht in der Band, gehen Livinstone und McIntosh eigene Wege. Peter wurde eingeredet, daß er dieselbe Ausstrahlung wie Bob besäße, und er es auch alleine schaffen könnte, so daß dieser 1974 die Gruppe verließ und sein eigenes Label "Intel-Diplo HIM" (Intelligent Diplomat for His Imperial Majesty) gründete. Auch die Zusammenarbeit mit Bunny brach zusammen, da dessen Abneigung gegen Tourneen, er wollte nichts mit Babylon zu tun haben und blieb lieber in Jamaika, dem Konzept von Island Records zur weltweiten Vermarktung Bobs widersprach. Als Bunny Wailer und Peter Tosh gelingen ihnen erfolgreiche Solokarrieren. Zur weiteren Verkomplizierung trug bei, daß Wire Lindo (Keyboard) vorerst mit dem amerikanischen Musiker Taj Mahal zusammenarbeiten wollte und somit auch nicht zur Verfügung stand.

 

Der Frontmann nennt seine Combo in Bob Marley And The Wailers um. Zu dieser Zeit der Krise setzten sich Bob, Family Man und dessen Bruder Carlton zusammen, um sich über das zukünftige Aussehen der Gruppe zu einigen. Ziel war es, eine feste Formation für Tourneen und Studioaufnahmen zu finden. Hierzu wurden die I-Threes, bestehend aus Bobs Frau Rita, der Diva des Reggae Marcia Griffiths und Judy Mowatt überzeugt, den Wailers beizutreten. Sie waren von nun an für die Backup-Vocals zuständig, und wurden zu einer festen Größe der Gruppe. Bekanntmachung von Bob und den Wailers waren Live-Auftritte. Die Leute sollten die Gruppe hören und dann ihre Platte kaufen. Spätestens seit "Rastaman Vibration" (1976), welches in die Britische Top Ten stieß waren Bob Marley And The Wailers ein ernstzunehmender internationaler Bewerber. Eine weitere Steigerung der Bekanntheit der Gruppe erfolgte durch das Live!-Album, Konzertmitschnitte aus dem Londoner Lyceum. Das Album erscheint 1975 und kann mit "No Woman No Cry" einen großen Hit vorweisen.

 

Im selben Jahr reist Marley zum ersten Mal nach Afrika. Seine Aufenthalte in Kenia und Äthiopien prägen das stark politische Album "Survival" (1979), das mit "So Much Trouble In The World", "Ambush In The Night" und "Africa Unite" eindeutige Lieder enthält. "Zimbabwe" schreibt er für den Bürgerkrieg in Rhodesien; als das Land ein Jahr später die Unabhängigkeit erlangt, lädt ihn der damals noch viel beachtete neue Staatschef Robert Mugabe als offiziellen Gast ein.

 

Von nun an konnte Bob und die Wailers nichts mehr aufhalten. Während die erste internationale Tournee im Durchschnitt 2000-3000 Menschen sehen wollten, füllte die Gruppe bei der dritten Tour durch Europa und die Vereinigten Staaten riesige Stadien, in Mailand beispielsweise spielte Bob vor 100000 begeisterten Zuschauern, und verbreitete so Jamaikas Musik und die Lehre der Rastafari in der ganzen Welt.

 

Am 8. Oktober 1980 brach Bob beim Joggen im New Yorker Central Park zusammen. Rasch war das Problem diagnostiziert: Bob litt unter einem bösartigen Gehirntumor im Endstadium. Die Ärzte gaben ihm eine Lebenserwartung von 3 Wochen.

 

Weiters hatte sich an Bob Marley's großem Zeh ein Tumor gebildet. Es war genau diese Stelle an seinem Fuß, an dem er sich einige Zeit davor bei einem Fußballspiel verletzte. Einer seiner großen Leidenschaften, neben der Musik, war nämlich genau dieser Sport mit seinen Freunden auf Jamaika's Fußballplätzen.
Wie auch immer, Bob hat sich zuerst geweigert schulmedizinisch behandeln zu lassen. Das hätte eine Amputation des großen Zeh nach sich gezogen. Bob´s Glaube der Rastafaris war der Grund, daß er sich nicht dieser Operation unterzog. Denn unter keinen Umständen würde er sich einen Teil seines Körpers einfach abschneiden lassen. So hat er gelitten ohne zu klagen, und versuchte statt dessen den Krebs auf natürliche Art beizukommen. Da ihm die renommierten Ärzte des Sloan Kettering Cancer Centers in New York nur noch wenige Wochen gaben, wandte sich Marley an den Deutschen Dr. Josef Issels, der in Rottach-Egern eine Klinik für hoffnungslose Fälle betrieb und Methoden anwandte, die seitens der Fachwelt kaum oder gar nicht anerkannt wurden.

 

Marley zog nach Rottach-Egern am Tegernsee (Deutschland). Durch die Chemotherapie verlor er seine Dreadlocks, was eine Katastrophe für ihn als religiösen Rasta darstellte. Die Klinik war oft von Schnee umgeben; dies stellte für Marley eine weitere Belastung dar. Während der Therapie ließ er sich als Mitglied der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo Kirche auf den Namen Bershane Selassie taufen. Im Mai 1981 schließlich konnte auch Dr. Issels nichts mehr für Marley tun. Am 8. Mai beschloß Marley, nach Jamaika zurückzukehren, wo er sterben wollte. Er war aber während der Zwischenlandung in Florida, wo er in den frühen Morgenstunden des 11. Mai ankam, bereits zu schwach, um weiter fliegen zu können. Marley wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er gegen 11.30 Uhr verstarb. Der jamaikanische Premierminister verlieh ihm noch einen Orden, bevor er in einem Mausoleum in Nine Mile, nahe seines Geburtsortes, begraben wird.

 

Bob Marley´s Tod wird vielleicht für immer ein ungeklärtes Mysterium bleiben. Heute noch gibt es heiße Diskussionen unter den Marley Fans ob nun Mord oder Selbsterkrankung der Grund war.

 

Eine Theorie besagt, das, daß CIA (Central Investigation Agency) mit seinem Tod etwas zu tun hatte. Tatsächlich gibt es Unterlagen und Dokumente die belegen, daß Bob von dieser Regierungsbehörde der USA beobachtet wurde. Der Grund war seine Einstellung zu Ganja und die politischen kritischen Texte. Bob's Mutter Cedella ist sich jedoch sicher, daß er nicht an Hautkrebs erkrankt war wie die offizielle Version lautet. "Ich glaube nicht das Bob Krebs gehabt hat. Wenn er Krebs hatte, dann nur, weil es ihm irgend jemand irgendwie injiziert hat" sagte Cedella im Interview. Auch diverse Revolutionszeitschriften greifen immer wieder dieses Thema auf und behaupten das Bob Marley ermordet wurde. Und immer wieder wird auf das CIA, damals unter der Führung von Georg Bush sen., verwiesen.

 

Aus medizinischer Sicht ist es zum heutigen Zeitpunkt (noch) nicht möglich Krebs zu injizieren, weil der Körper wie bei einer Herztransplantation diese Stoffe abstoßen würde. Eine starke Behandlung mit vielen Medikamenten könnten so was jedoch wieder unterbinden. Vieles ist laut medizinischer Untersuchung möglich, wie der Arzt der über diese Sache eine Bericht schrieb (Lowell B. Taubmann MD) in einem Interviews mit UPN Fox TV sagte. Jedoch schließt er es aus medizinischer Sicht aus, daß er einem Mord zum Opfer gefallen ist.

 

Über zwanzig Jahre nach seinem Tod ist Bob Marley nach wie vor eine der wichtigsten Figuren der zeitgenössischen Musikgeschichte. Seine Alben sowie unzählige Best Ofs verkaufen sich prächtig, viele seiner Lieder sind allgemeines Kulturgut, sein Konterfei ist an den Wänden von Studenten-WGs ebenso wenig wegzudenken wie das Che Guevaras. Seine Frau geht sogar so weit zu sagen, daß "Bob kein normaler Mensch war. Er war einer von jenen, die einmal alle 2000 Jahre erscheinen".

 

Marleys Erbe:

 

Seine Frau Rita Marley verwaltete seinen Nachlaß von ca. 30 Millionen Dollar. Doch bald kam es zu Erbschaftskämpfen zwischen Produzenten, Plattenfirmen und seiner Familie sowie der Band.

 

Seine Bemühungen um Frieden waren nur begrenzt erfolgreich gewesen, weder in seinen eigenen Belangen noch in seinem Land. Die Wailers verließen wegen anhaltender Gewalttätigkeiten Jamaika. Peter Tosh, wurde in Kingston ermordet - wobei politische Motive vermutet werden - gleiches gilt für den Drummer seiner Band, Carlton Barrett. Das musikalische Erbe Bob Marleys allerdings lebt weiter, unvergänglicher Bestandteil der Musikgeschichte. So widmete ihm der bedeutende brasilianische Sänger und Liedermacher Gilberto Gil sein Album Kaya N'Gan Daya. Sein Lied "Get up Stand up" wurde zu einer inffoziellen Hymne von Amnesty International.

 

Zu seinem 60. Geburtstag im Jahre 2005 wurden weltweit Gedenkkonzerte sowie große Jubiläumskonzerte in Addis Abeba und Kingston veranstaltet. Zudem wurde seine Frau Rita zitiert, daß Marley aus seinem Mausoleum in Nine Mile, wo er begraben liegt, exhumiert werden würde und in einer Gedenkstätte in Shashemene in Äthiopien beigesetzt zu werden. Dies löste in Jamaika Aufregung und Empörung aus. Die von Rita Marley anscheinend beabsichtigte Exhumation wurde jedoch falsch zitiert; es hatte nie Pläne zu einer Exhumierung gegeben.

 

Kinder:

 

Marley hatte insgesamt 12 Kinder, davon 10 leibliche mit 7 verschiedenen Frauen. Fünf uneheliche Kinder kamen während der Ehe mit Rita zur Welt (Robbie, Rohan, Karen, Ky-Mani und Julian). Ziggy Marley, der älteste Sohn, ist zusammen mit Cedella, Stephen und Sharon in einer Reggaeband namens Ziggy Marley & the Melody Makers.

 

mit Ehefrau Rita Marley: David ("Ziggy"), Cedella und Stephen.

mit Cindy Breakspeare: Damian

mit Lucy Pounder: Julian

mit Janet Bowen: Karen

mit Yvette Crichton: Makeda

mit Anita Belnavis: Ky-Mani

mit Pat Williams: Robbie

mit Janet Hunt: Rohan

adoptiert: Sharon, Stephanie (beide Töchter von Rita)

 

 

 

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