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Montag, 23. Oktober 2017

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Chiemsee Reggae Summer 2008 Review Drucken E-Mail
Chiemsee Reggae Summer
BobMarley.at /.ch /.info - Movement Of Jah People

Chiemsee Reggae Summer

MB Presse

Ausverkauftes Festival mit Mega-Acts, Rastas, Schlamm und Babylon

Eines war beim heurigen Chiemsee Reggae ganz schnell klar: So ein CRS wie in diesem Jahr, gab es wohl noch nie. Die Gegensätze waren für jeden ersichtlich: Von Freitag Abends bis Samstag Nachts gab es Regen und Schlamm. Bis Freitag Abends sowie Sonntags wurde man bei angenehmen Sommerwetter dafür wieder entschädigt. Patrice spielte schöne aber zumeist eher langsame Songs, während Mono & Nikitaman von der Bühne aus mit ihrer unvergleichlichen Show die Massive völlig zum kochen brachte. Die bayrische Polizei schnappte etwa 200 Personen die mit Drogendelikten in Zusammenhang gebracht wurden. Unglücklicherweise konnte die Beamten den exzessiven Alkoholkonsum nicht mehr kontrollieren. Vielleicht handelt es dabei einfach um eine ganz klassische Suchtverlagerung. Vielleicht auch in diesem Zusammenhang zu sehen, jedenfalls aber leider ebenfalls unkontrolliert entkommen konnten, der oder die Vergewaltiger von mindestens einer Schülerinnen. Mehr zu diesem erschreckenden Vorfall gib es hier.

Alles in allem war es ein wirklich gutes Festival mit tollen Liveacts, großteils ausgesprochen professioneller Pressebetreuung (endlich auch von Seiten der Securitys) und guter Stimmung. Dennoch wünschen wir uns für die kommenden Chiemsee Reggae Festivals mehr consciousness von allen Beteiligten für das wofür eigentlich Reggae steht. Exzessiver Alkoholkonsum beispielsweise gehört definitiv nicht dazu. Besonders nicht zu einem Festival, dass seit jeher als sehr friedlich und righteous bekannt war.

In Kürze gibt es hier die Fotosession vom CRS 2008. Zudem haben wir einige heiße Videos vom Festival mitgebracht. Die Veröffentlichung dieser wird sich allerdings noch einige Zeit hinziehen. Unter Videos sind sie dann wie immer zum downloaden.

Fotosession: DOWNLOAD (rar File; ca. 12 Mb)

OFFIZIELLES REVIEW:

Festival der Superlative für alle Sinne

Von Roots-Legenden, Partymachern und dem besten Publikum der Welt

Wo anfangen, wo aufhören? Tausende von Eindrücken binnen drei Tagen - Chiemsee Reggae Summer ist einfach ein Festival der Superlative für alle Sinne, aber natürlich steht die Musik ganz klar im Fokus, das ist der Kern, deswegen sind auch am vergangenen Wochenende wieder 25 000 Besucher nach Übersee gekommen, um die "beste Reggae-Party Deutschlands" zu feiern.

Wenn diese Meinung ausgerechnet Superstar Shaggy kundtut, dann ist das ein Ritterschlag. Vor allem für die Fans, für die Massive. Was wären die besten Artists ohne die Fans. Wie die 25 000 Besucher dem Regen und dem Schlamm getrotzt haben, ist wahrscheinlich einzigartig. Das grenzt schon an urmütterliche Festivalgefühle à la Woodstock. Big up to the Massive!

Anders als in Woodstock hatten die Veranstalter trotz der wetterlichen Widrigkeiten alles gut im Griff, wie auch Einsatzleiter Thomas Kirchleitner betonte: "Hier wurde von allen Seiten bestmögliche Arbeit geleistet." Der Polizeioberrat war insgesamt "zufrieden" und das gilt auch für die Veranstalter, die sich nach der Besucherdelle 2006, dem leichten Anstieg von 2007 über ein ausverkauftes Festival freuen durften.

Beeindruckt von der professionellen Organisation zeigten sich auch Sonntagabend Headliner Morgan Heritage: "Das findet man ganz selten. Hier wird extrem viel für die Künstler und für das Publikum gemacht." Morgan Heritage dankten mit einem fulminanten Schlusskonzert. Roots-Reggae in Perfektion, wie ihn nur ganz wenige Bands auf der Welt beherrschen. "Es gibt Reggae und es gibt Dancehall. Aber Reggae ist die Mutter, aus der alles entstanden ist", so Morgan Heritage. Und von den Künstlern, die den One Drop aus Jamaika in die Welt getragen haben, waren beim 14. Chiemsee Reggae Summer zahlreiche Pioniere der ersten Stunden dabei. Wohl an erster Stelle zu nennen, der großartige Ijahman Levi, der am Sonntag vor Culcha Candela auftritt. Seine Musik, sein Charisma wandelten die Hauptbühne zur Kathedrale - ein Konzert wie eine Messe für die Anhänger des Roots-Reggae. Oder der unvergleichliche Derrick Morgan, der in unmittelbarer Konkurrenz zu Culcha Candela auf der Zeltbühne auftrat. Partytime pur fürs Mainstream-Publikum in bester Güte, doch die Überraschung: Auch die Zeltbühne war randvoll und darunter auch viele ganz junge Fans, die dem fast 70-Jährigen erblindeten Sänger ihre Aufwartung machten. Und als Derrick Morgan zur letzten Zugabe ansetzte, feierten ihn die Fans so lautstark, dass dem großen alten Mann der Reggaeszene, der schon so viele tausende von Konzerten gegeben hat, die Rührung ins Gesicht geschrieben stand. Ergreifende Momente von einer unglaublichen Kostbarkeit im ansonsten so schnelllebigen und hektischen Musik-Business.

Um bei den Legenden zu bleiben: Wunderschön am Samstagnachmittag Don Carlos und was für eine Party war das bei den Heptones am Freitag! Leroy Sibbles und Co. zogen aber gleich alle Register aus ihrer über 40-jährigen Schaffenszeit. So muss es sein: Mitreißend, unterhaltsam und mit einem Druck, der die Besucher fast aus dem Zelt geblasen hätte. Stichwort Druck. Der vom Deutschen Wetterdienst am Freitag prognostizierte Sturm streifte das Festival Gottlob nur mit einer kurzen Böe, dafür fegte am Samstagnachmittag ein Hurrikan mit Namen Groundation über das Festival weg. Die Kalifornier sind für viele schlicht und ergreifend die beste Roots-Band der Welt. Ein musikalisches Gesamtkunstwerk von vollendeter Präzision und Güte. Jeder Tune der durchweg diplomierten Jazz-Musiker gleicht selbst nach hundertfachem Anhören immer noch einer Entdeckungsreise in die unendlichen Tiefen der Vielfältigkeit, der puren Schönheit. Der Herrgott hat den Menschen Bob Marley genommen, aber dafür hat er ihnen Harrison Stafford gegeben. Der schmächtige Frontmann mit den israelischen Wurzeln, der provokativ Turban und Taliban-Bart trägt, ist die pure Energie, die personifizierte Musik. Dieser Mann, der schon an der Universität in Los Angeles Reggae doziert hat, wurde für nichts anderes geschaffen. Nicht umsonst heißt einer der Songs von Groundation "Music is the most high." Und der durfte in einem unvergleichlichen Set natürlich auch nicht fehlen. Stafford: "Unsere Musik ist sperrig, ist extrem fordernd, unsere Songs sind sechs bis sieben Minuten lang - das ist nichts fürs Radio oder MTV, aber unsere Mission geht jeden Tag weiter. Und jeden Tag gibt es mehr Menschen, die mit uns gehen, unsere Botschaft und unseren unerschütterlichen Optimismus mit in die Welt tragen."

Optimismus, Glück, positive Energie und die Sehnsucht nach einem weltfriedlichen Miteinander ist die Botschaft des Roots-Reggae, Signale und Impulse, die aber auch viele andere Bands, die am vergangenen Wochenende in Übersee auftraten aussenden. Auf unterschiedlichste Art und Weise. Verpackt in Partysound wie bei Culcha Candela oder Shaggy, der eine unglaubliche Show hinlegte. Der Wahnsinn schlechthin, wie die Massive bei Mono & Nikitaman abgegangenen ist, als es gerade besonders heftig regnete.

Unmöglich, alle Künstlern, zu sehen, zu hören und ihnen gerecht zu werden. Sie alle haben mit ihren Auftritten den 14. Chiemsee Reggae Summer bereichert: Sei es die Spaßtruppe Deichkind, sei es die bezaubernde Dancehall-Königin Tanya Stephens oder super sexy "Badygal" Ce'cile. Beeindruckend auf jeden Fall auch Freitagsheadliner Beenie Man, der schneller singen kann als der Schall fliegt oder auch Junior Reid, der sogar später dann noch in der Show von Shaggy einen Auftritt hatte. Wie immer beim Chiemsee Reggae Summer gehörte auch das Konzert von Patrice zu den absoluten Höhepunkten. Sehr entspannt der Auftritt von Clueso, der in der wärmenden Sonntagsnachmittags-Sonne eine ganz spezielle Stimmung zeichnete. Von erstaunlicher musikalischer Qualität: Die blutjungen Rosenheimer Dope Walker, einfach fetzig und unglaublich gereift die Überseer "Hausherren" Bradley's H.

Die Party-Überraschung schlechthin auf der Zeltbühne: Shantel und sein Bucovina Club Orkestar. Übersee plötzlich mitten im Balkan. Und dann wieder mitten in Frankreich beim Auftritt von Pierpoljak, dem Reggae-Liebling der Franzosen.

Hunderte von Musikern, tausende Songs und am Ende ein richtiger Rausschmeißer, der am Sonntag bis fünf Uhr morgens Vollgas auf der Zeltbühne gab und die letzten Partygäste verarzten durfte: Dr. Woggle & The Radio!

Alles nur geträumt, alles nur gewogglet? Keineswegs: Alles real und der Stoff für die Reggaefans, von dem sie zehren, bis es vom 14. bis 16. August 2009 wieder heißt: Party beim 15. Chiemsee Reggae Summer in Übersee.

Michael Buchholz

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