Dein Account   Mitglieder anzeigen   Foto Gallery   Forum   Gästebuch   Event-Kalender    Newsletter-Abo
Instant Messaging     Alle Artikel (+Archiv)     Support     Seite empfehlen     F.A.Q. / Fragen     Thank you     Kontakt     Disclaimer
Home Alle Artikel (+Archiv)
Montag, 23. Oktober 2017

User Info

Wir haben 135 Gäste online
Keiner
Benutzer : 35953
Beiträge : 127
 
Die Stellung der Frau im Rastafarianismus Drucken E-Mail
Rastafari
BobMarley.at - Movement of Jah People

Die Stellung der Frau im Rastafarianismus

Konzept zur gleichnamigen Sendung bei Radio St. Paula im "FreienSenderKombinat Hamburg" vom 07.10.99

Einleitung

2.RASTAFARI

Geschichte der Rasta-Frau

Frauen in Jamaika

Die Stellung der Frau im Rastafarianismus

Familie
Polygamie
Menstruation
Kleidung und Äußeres
Gleichberechtigung
Die Rolle der Frau im Rastafarianismus
Die Anziehungskraft des Rastafarianismus auf Frauen
Rasta-Philosophie aus weiblicher Sicht


5. Schlußworte

1.EINLEITUNG

Am Anfang dieser Reihe stand die Idee, den Rastafarianismus, dessen Mystik, Symbolik und Inhalte in Reggae-Songs verbreitet werden, einmal genauer zu betrachten. Viele Reggae-Fans kennen die Begriffe "Jah", "Babylon", "Armageddon" usw. von den Texten der Rasta-Musiker und Musikerinnen, aber wie sieht es mit der Bedeutung aus? Ich persönlich fand die meisten Ansichten der Anhänger dieser Bewegung recht sympathisch, solange ich nichts von der Stellung der Frau in der Rasta-Gemeinschaft erfahren hatte. Wie bei den meisten Religionen, die mir bekannt sind, wird die Frau in der Gesellschaft diskriminiert. Einerseits in der Mythologie und den Glaubensgrundsätzen, die auf der Interpretation der Bibel in der King James Version beruhen, andererseits aber auch im alltäglichen Leben. Bei dem letzteren Punkt möchte ich auch kurz auf die Rolle der Frau in Jamaika allgemein eingehen, denn der Rastafarianismus hat sich hier natürlich auch auf die gesellschaftlichen Realitäten in Jamaika in der ersten Hälfte des 20. Jhd´s bezogen.

In dieser Sendung werden die mythologische Grundlage der Stellung der Frau in der Rasta-Gesellschaft und die Geschichte der Frauen in der Rasta-Bewegung untersucht, die Regeln, denen sie unterliegen, angesprochen und die Kontroversen der Frauenfrage innerhalb des Rastafarianismus aufgezeigt. Außerdem wird eine weibliche Rasta-Philosophie vorgestellt, denn gerade in den letzten Jahren erwachte so etwas wie ein Rasta-Feminismus. Frauen fordern neue Diskussionen über ihre Rolle ein.

Der Großteil dieser Informationen stammt aus einer Untersuchung von Bianca Brynda, selbst überzeugte Rastafari, die viele Interviews mit Rasta-Sistren geführt hat, sowie auf dem Standardwerk zum Rastafarianismus "Rasta and Resistance" von Horace Campell und auf einer Vielzahl weiterer Publikationen, darunter auch weitere Texte von Rasta-Sistren. Aber insgesamt hatte ich Schwierigkeiten mehr Informationen speziell zur Rolle der Frau zu bekommen, da die meisten Untersuchungen über Rastafarianismus von Männern verfasst sind oder den männlichen Standpunkt untersuchen.

2.RASTAFARI

Wichtig ist die Grundüberzeugung der Rastas von der "Oneness". Die gesamte Lebensweise der Rastas ist von ihr bestimmt. Oneness ist Ausdruck des Gefühls der Zusammengehörigkeit zwischen den Rastafarians, aber auch Ausdruck einer universalen Liebe, des Gefühls der Durchdrungenheit von Gott. Viele Rastafarians leben gemeinschaftlich zusammen. Besitz ist nicht bekannt. Land, das benötigt wird, nimmt man sich. So steht es im Psalm 24:1 : "Die Erde ist des Herren und was darinnen ist, der Erdkreis und die darauf wohnen"

Arglist, Stehlen, Lügen, Habsucht, Eifersucht, Neid, Hass, Verrat sind verurteilungswürdige Verhaltensformen. Es herrscht in vielen Aspekten des Lebens eine Gleichberechtigung, aber nicht weil es Gesetze gibt, sondern einfach durch die konsequente Auffassung von der Allgegenwart Gottes. Rastafari ist gelebte Religion. Sich über einen anderen zu stellen, würde bedeuten, Gott in ihm zu verachten.
Das hört sich bis hierhin auch sehr gut an. Seltsamerweise gilt diese Gleichheit nicht mehr, wenn es zu der Stellung der Frau in der Religion kommt. An diesem Punkt wird besonders deutlich, daß Ideologie und soziale Realität der Rastafaribewegung zwei verschiedene Paar Schuhe sind. Obwohl dieses Religion auf dem Prinzip der Gleichheit beruht, so bedeutet dies eben nicht die Gleichberechtigung von Mann und Frau. Dies ist der größte Widerspruch in der Philosophie und viele Rasta-Frauen kritisieren diesen Punkt.

Sister Ingrid steht hier stellvertretend für diese Majorität. Sie sagt:

"The men think they are superior, but man and women is the same. It´s Oneness, it´s togetherness."

Seit der Entstehung der Bewegung wurde niemals eine Frau zur Führerin oder herausragenden Person in der Gemeinde. Frauen haben eine niedrige Stellung, selbst in den jüngeren Generationen. Ihre Rolle ist weitgehend von den Gesetzen des Alten Testamentes diktiert.

2.1 GESCHICHTE DER RASTA-FRAU

aus: Itation of Jamaica and I Rastafari

Am Anfang der Bewegung wurde die Rasta-Frau eher als "Frau des Rasta-Manns (rasta man´s woman)" identifiziert, als als Rasta-Frau. Dies entspringt der Überzeugung, daß Frauen nur durch den Mann Rastafari erfahren könnten, somit seien sie abhängig von den Männern. Frauen konnten auch nur durch einen Mann in die Gemeinschaft gelangen.

Mit dem wachsenden Schwarzen Bewusstsein in Jamaika in den 60ern verbreitete sich der Rastafarianismus auch unter den Frauen. Besonders die Gedanken über Afrika, Politik und Wirtschaft interessierten sie. Doch in ihrer Rolle waren sie die Geführten. Einige hatten Schwierigkeiten die Göttlichkeit Haile Selassies anzuerkennen. Doch der Besuch Haile Selassies in Jamaika hat viele Frauen und Männer beeindruckt.

Die Mitte der 70er Jahre scheint eine wichtige Rolle für Rasta-Frauen gespielt zu haben. Viele daughters spürten damals einen eigen Antrieb, sich dem Rastafarianismus zuzuwenden. Unabhängig von Männern. Die Frauen wandten sich vor allem der Gruppe der "Twelve Tribes of Israel" zu, die den Frauen mehr Gleichberechtigung bietet. In der Versammlung sitzen 24 Personen der Gemeinde gegenüber: 12 Männer und 12 Frauen. Die "Twelve Tribes of Israel" spielten eine bedeutende Rolle bei der Verbreitung des Rastafarianismus unter Frauen. Doch die Rolle der Frau blieb unverändert: Der Mann wurde als Haupt der Familie angesehen, die Frau hat ihn zu unterstützen.

Ende der 70er kam Bewegung in die Aktivitäten von Rasta-Frauen: Sie begannen einige Dinge wie zum Beispiel die Kleidervorschrift für sich selbst auszulegen. Neben der äußerlichen Veränderung, änderten sich auch die Einstellungen. Frauen sprachen ihre Belange und Wünsche nun offen aus. Mehr und mehr Frauen begannen ihre eigene Auffassung von Rastafari zu artikulieren.

1980, war das Goldene Jubiläum der Krönung Haile Selassies. Neben vielen anderen Veranstaltung wurde auch ein großes Nyabinghi abgehalten, bei dem die Frauenfrage diskutiert wurde. Sie wurde zwar nicht gelöst, aber zumindest angesprochen. Die brethren (Brüder) wiederholten den Ausdruck ihre Liebe für die daughters und beharrten darauf, dass nach wie vor der Mann das Haupt sei.

In den 80ern bildeten sich spezielle Frauengruppen, die sich eigenständig mit der Philosophie des Rastafarianismus auseinander setzten.

1. King Alpha & Queen Omega´s Theocracy Daughter´s
2. International Twelve, innerhalb der Twelve Tribes of Israel
3. Dawtas United Working Torwards Afrika (DAWTA): Diese Gruppe definiert sich selbst als Arbeitsgruppe zu den erzieherischen Bedürfnissen der Rasta-Jugend.

Da der Rastafarianismus der gesellschaftlichen Realität in Jamaika entspringt, ist es notwendig, kurz die Rolle der Frauen in der jamaikanischen Gesellschaft zu betrachten:

3.FRAUEN IN JAMAIKA

Die jamaikanische Gesellschaft wird oft als eine matriarchale angesehen, da Frauen eine relative Autonomie besitzen, einen unternehmerischen Geist, sowie Bestimmtheit. Doch untersucht man die symbolische oder materiellen Privilegien der Männer, so stellt man fest, das in Jamaika Männlichkeit und männliches Verhalten idealisieren wird.

Zu den verzwickten Familienverhältnissen in Jamaika gibt es einen Calypso-Standard "Shame and Scandal":

In Trinidad, da gab´s eine Familie
Mit reichlich Verwirrung, das werdet ihr sehen
Da war die Mama und der Papa und ein Junge, schon groß
Er wollte heiraten und eine eigene Frau
Er fand ein junges Mädchen, das passte ihm gut
Und er ging zu Papa und bat ihn um Rat
Sein Papa sagte: "Sohn, das geht leider nicht,
Das Mädchen ist deine Schwester, das weiß deine Mama nur nicht"

Er weinte und jammerte, und der Sommer ging vorbei
Aber bald fand er die beste Köchin der Inselwelt
Er ging zu seinem Papa und bat ihn um den Tag der Hochzeit zu erfragen
Sein Papa schüttelte den Kopf und sagte zu ihm:
"Das Mädchen kannst du nicht heiraten, das geht leider nicht,
Es ist deine Schwester, das weiß deine Mama nur nicht"

Er ging zu seiner Mama, diese Gedanken im Kopf
Und sagte seiner Mama, was sein Papa gesagt,
Seine Mama, die lachte, und dann sagte sie: "Los doch, Junge,
Nur zu! Dein Papa ist nicht dein Papa, und das weiß dein Papa nur nicht"

Mädchen wurden erst dann als Frau angesehen, wenn sie entweder 18 Jahre alt, oder schwanger waren. Anders als in unserer Gesellschaft, in der die Jugendlichkeit als Ideal gilt, bedeutete die Anerkennung als Frau viele gesellschaftlichen Veränderungen für die jungen jamaikanischen Frauen.

An dieser Stelle soll noch mal betont werden, dass man natürlich nicht jamaikanische Rasta-Frauen mit allen anderen Rasta-Frauen in einen Topf werfen kann. Verallgemeinerungen sind im Rastafarianismus insgesamt fast unmöglich.

4.STELLUNG DER FRAU IM RAHMEN VON RASTAFARI

4.1. Familie

Ebenso in der Rasta-Gemeinschaft: Eine Frau zählt in der Rasta-Gemeinschaft erst als wirkliche Frau, wenn sie ein Kind geboren hat. Der Beweis der Männlichkeit eines Mannes ist die Schwängerung einer Frau. Es scheint, als ob ein Rasta-Mann mit diesem Beweis zufrieden ist und die Pflichten der Elternschaft nicht notwendigerweise akzeptiert. Die Verantwortung für das Kind fällt auf die Mutter und deren Familie. So war es auch bei Bob Marley, der den Gedanken des Rastafari weltweit verbreitete: Er hatte elf Kinder von acht Frauen, vier davon mit seiner Ehefrau Rita Marley.

"Die Männer kommen und gehen, und immer haben sie den Wunsch nach einem Kind als Ausdruck der Liebe zwischen Mann und Frau. Viele Sistren werden schwanger ohne einen Mann, der dazu steht."

In der Rasta-Gesellschaft herrscht dadurch eine Matrifokalität: die Mutter ist Zentrum und stabilisierender Faktor von Familie und Haushalt. Eine Rasta-Frau wird entweder als "sister" oder als "daughter" bezeichnet. In der Beziehung zu ihrem Partner, dem "King" ist sie die "Queen".

Eine Geburtenkontrolle wird mit der Begründung abgelehnt, daß sie dem Wunsch der Weißen entgegenkommen würde, die schwarze Rasse aussterben zu lassen.

Hier ein statement von Sister Makeda zu Verhütungsmitteln:

"Birth control? Selasie, it´s a very touchy question. I wouldn´t condemn someone or I would chant against someone, because in reality, they got to know for themselves what they feel, eh? But within fathers itation, spiritually it´s not right. You got to pray Jah for the strength, it´s a tought force, is the power that we got to try and use more than the birth control, or whatever pill we need to use, you know"

Die Verbindungen sind sehr instabil, obgleich die dauerhafte ehegleiche Verbindung als Ideal erwünscht ist. Viele Rasta Frauen und Männer leben in einer Gemeinschaft ohne verheiratet zu sein. Sie sagen, dass mit dem Körper des Mannes als Tempel die Registrierung der Ehe oder die Legitimation des Nachwuchses irrelevant ist. Diesen Formalitäten irgendeine Bedeutung zu geben, würde bedeuten, von Menschen gemachte Gesetze zu akzeptieren, was Rastas ablehnen, denn nur Gott kann sie befehlen.


4.2. Polygamie

Polygamie ist erlaubt, obwohl sogar ihr spiritueller Führer, Haile Selassie, nur eine Frau hatte und auch nach ihrem Tod nicht mehr heiratete. Auch die Bibel sagt deutlich, dass mehr als eine Frau zu haben, eine Sünde ist. Geht man aber von Hl. Paulus zum Alten Testament und liest es sehr selektiv, so finden die Rastas im Buch der Könige, dass König Salomon, der Sohn Davids, von dem Haile Selassie seine Herkunft ableitet, 700 Frauen und 300 Konkubinen gehabt hat.

Eine Rasta-Frau dazu:

"Siehst du! Die Bibel sagt, dass Männer so viele Frauen haben können, wie sie wollen. Es sagt aber nicht, dass Frauen so viele Männer haben können, wie sie wollen. Es wäre ein Greuel... Wie werden durch Gott regiert, nicht durch Babylon".

Ras Norma:

"Well, I woman don´t feel no way still, because is one love. I would accept another woman, but she have to be Rastafari. We would have to get along and we have to really feel the love. You got the other sister appreciate you. I can´t accept baldhead woman."

Rasta-Frauen sprechen mit einem auffälligen Fehlen von Eifersucht über den Status der Männer und die biblische Einlassung, daß es Männern erlaubt ist, sich mit anderen Frauen zusammenzutun. Eine sagt, "Eifersucht ist eine Schwäche und ein Fehler, den wir korrigieren müssen."

Sister Judy hat eine andere Meinung zur Polygamie:

"That is not Rastafrian culture, it´s the Arabs and Moslems who live like that. His Imperial Majesty had one wife and when she passed, we never heard of him having another, which he could have. In Africa, there is polygamy, but thats not how we were brought up in Jamaica. It´s something we are adapting, you know? If it can work, it must be done in a principle manner, where the woman agrees that the husband is going to take another wife and extend the family and I personally agree. I have a choice to agree or not agree; to stay or leave the relationship, but is nothing that is forced upon us."

Ein wirklich feste Regel, gibt es für die Heirat bz. Polygamie nicht, da in dieser Religion nichts festgeschrieben ist und es "vom Bewußtsein des einzelnen abhänge", wie Ras Everton es beschreibt.

Sister P./Maureen Rowe studierte Afrikanische Geschichte, Geschichte und Pädagogik und ist nun angegliederte Direktorin des Ausbildungsprogramms des U.S. Peace Corps. Von ihr hören wir noch einige statements im Verlauf der Sendung. Sie sagt über die Heirat:

"What we´ve done simply is to refine the whole traditional concept of marriage and to sort of stretch it and bent it and try to find a way to make it work within whats our present reality, absorbing the babyfather situation that the brethren referred to which has evolved over a time, and perhaps becaus of historical circumstances. So that we do believe in family and we do believe in marriage, but it may not necessarily be sanctioned by the State. It depends quite a bit on what the individuels desires. So you may find some families wanting a State or even a Church sanctioned marriage, while others would prefer to make a marriage, simply out of the coming together as individuals."

4.3. Menstruation

Ein weiteres Dogma, dem die Frauen unterliegen ist ihre angebliche Beflecktheit. Während ihrer Menstruation gelten Frauen als unrein und werden der Gemeinschaft ferngehalten.

Ma Ashanti:

"For the seperation should be that seven days you keep seperated. And eight days you get together again. Not to get together in sex yuknow, for it not right fe when you period just gone you gone to sex. But you have to come forward in your home. Therefore you must have few goods in your little apartment every month.And then when all clothing, your bed, that little room prepare all the time so that as time come you get over. Not even the pot that you using would come over, you must to have those things apart, dat whenever dat time come a round you just go over and rest. You have more meditation fe Father...."

Im Interview mit Bianca Brynda gibt Sister Makeda folgendes Statement ab:

"Well, personalley, I don´t feel it´s positive because what I chant black is reality. The father give I the potion and I and I got to live with it. Well then is it wrong? I´ts not something we can call ourselves, it´s just Fathers work. I mean, you live with your king, you deal with him, if he doesen´t need to deal, would you respect another man´s wishes, if he doesn´t need to deal?"

Wie diese Regel werden auch folgende Regel im Zusammenhang mit Sexualität und Schamgefühl aus der Bibel abgeleitet:

4.4. Kleidung und Äußeres

aus: Itation of Jamaica and I Rastafari

Es ist Frauen verboten Hosen zu tragen. Sie sollte ein Kleid tragen, das ihre Figur nicht betont und Arme und Beine bedeckt. Damit sollen Leidenschaft und Unglück nicht erscheinen, weil sie gar nicht erst eingeladen werden. Im fünften Buch Mose 22,5 steht:

"Eine Frau soll nicht Männersachen tragen, und ein Mann soll nicht Frauenkleider anziehen; denn wer das tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel"

Männer können tragen was sie wollen und es ist nicht ungewöhnlich einen Rasta-Bruder in kurzen Hosen zu sehen. Rasta-Frauen tragen auch kein Make-up. Bianca Brynda beschreibt es in ihrer Untersuchung so:

"Sie haben eine natürliche und ausgewogene Bewusstheit von sich selbst, von Schönheit und Grazie. Keine der Schwestern scheint eifersüchtig zu sein und in Konkurrenz treten zu wollen. Ihr Wert im Leben ist relativ zur ihrer Akzeptanz des Rastafari, das Ergebnis ist Frieden und Liebe unter ihnen und Beitrag zur Familie und Gemeinschaft."

4.5. Gleichberechtigung

Die biblischen Quellen der Rastas, die sich auf das Verhältnis zwischen Gott und Mann und Frau beziehen, findet man in der Epistel von St. Paul an die Korinther. Dieser oft rezitierte Vers ist auch Grundlage der Regel, die besagt, dass Männer ihr Haar während des Gebetes unbedeckt halten sollten, während die Frauen ihr Haar bedeckt halten müssen und "anständig" angezogen sein müssen.

"But I would have you know that the head of every man is Christ; and the head of every woman is the man; and the head of Christ is God: Every man praying or propheseying, having his head covered, dishonoreth his head. For if a woman be not covered, let her also be shorn; but if it be shame for a woman to be shorn or shaven, let her be covered. For a man ought not to cover his head, forasmuch as he is in the image and glory of God; but the woman is the glory of the man. For the man is not of the woman; but the woman of the man. Neither was the man created for the woman; but the woman for the man".

aus: Itation of Jamaica and I Rastafari

Ein Rasta erklärte dieser Konzept der Überlegenheit folgendermaßen:

"Wenn du die richtige Frau findest, so findest du die fehlende Rippe, und ihr werdet eins. Es ist wie ein Puzzlespiel. Wenn du sie findest, bist du dem "Father" näher. Sie ist Teil des Käfigs und ich bin der Käfig, und wenn sie dazu passt, kann sie mich nicht mehr verlassen. Sie ist ein Teil von mir"

Im Rahmen des Glaubenssystems Rastafari glaubt man, das Männer Gott näher kommen können als Frauen jemals könnten. Daher müssen Frauen Gott durch ihren Mann finden. In der Rasta-Gesellschaft ist die Frau daher zum Status einer "Queen" aufgestiegen, aber es wird ihnen gelehrt, die Überlegenheit der Männer zu akzeptieren Frauen werden auch als schwächer als die Männer angesehen. Mit bezug auf Satan und die Vertreibung aus dem Paradies wird argumentiert, dass das Böse Frauen innewohnt. Es wird aber auch gesagt, dass der wahre Rasta frei sei von allen Gefühlen außer Liebe.

Ein Statement zur Rolle der Frauen im Rahmen von Rastafari stammt von Maureen Rowe / Sis.P.für eine Sonderausgabe des "Carribbean Quarterly":

"Es kann nicht verneint werden, dass die Rastafari-Bewegung eine patriarchale Bewegung ist. Der Mann ist das Oberhaupt. Er trägt die Verantwortung für die Durchführung von Ritualen und die Deutung von wichtigen Ereignissen für die Gemeinschaft. Rastafari basiert auf der Bibel; folglich es der Struktur und Philosophie der Bibel entsprechend".

Da stellt sich mir persönlich die Frage, warum die Bibel des weißen Mannes in so vielen Punkten in Frage gestellt und uminterpretiert wird, gerade in Bezug auf die Verhaltensweisen von Frauen aber wörtlich genommen wird. Letztendlich sind die Frauen nun in der Rolle der Unterdrückten, aus der sich die Schwarzen mit Hilfe der Rasta-Bewegung befreien wollten. Vergleichend könnte man hier die Situation der Frauen in der Linken in den 60ern vor der Emanzipationsbewegung anführen.

Auch von einem großen Teil der Kommunikation innerhalb der Rasta-Gemeinde, sind Frauen ausgeschlossen. Sie werden von zentralen rituellen Aktivitäten ferngehalten. Ein Beispiel ist das Ritual des Nyabinghi, das von der ältesten Rasta-Gruppierung, dem Nyabinghi.Order, durchgeführt wird. Nyabinghi als Philosophie äußert sich kulturell in sogenannten Grounation-Feiern und Versammlungen (issembly) von Rastafarians, die mehrere Tage oder Wochen dauern, der Lobpreisung von Haile Selassie I und dem Niedersingen Babylon´s gewidmet sind. Hier wird über die Glaubenssätze räsoniert, während Ganja geraucht und getrommelt wird. Aber den Frauen ist es nicht erlaubt die Trommel zu spielen:

Ras Norma:

"The women never play drums. She is prohibited. They don´t accept a woman to be playing drums with a man. Men say that women is so unclean and woman don´t know anything. Also is just men reasoning with men. Women is excluded. The king say that when he leave the gathering, he would reason with his queen and give her the strength."

Die Issemblys sind entscheidend für die Religion, da hier die Grundfragen und Gebote diskutiert werden, denn die Rastafaris haben keine niedergeschriebene Mythologie, außer der Bibel, die sie immer neu interpretieren.

Wobei nicht alle Gruppierungen die Bibel gleich strikt interpretieren. So ist es bei den "Twelve Tribes of Israel" den Frauen erlaubt, am Nyabinghi-Ritual teilzunehmen, doch:

Sister Makeda:

"The Twelve Tribes of Israel does usully include the women a whole lot, which is positive. They have the dynastic thing, sitting forward to represent woman on the the twelfth seat which is positive. A woman has got a voice, too. They include the woman a lot within other areas, too, like you have music and have a daughter deal with music, too. The woman is quite involved within that particular gathering, but I never visited Nyabingi gathering because there is too many restrictions. Woman is just on the outside"

"Women is just on the outside". Das wird verstärkt wahrgenommen und diskutiert. Ras Norma sagt über die Ungleichbehandlung von Mann und Frau:

"I feel is strange because I know woman is woman. Without a woman a man is nowhere. Man with the woman is togetherness and the oneness, man and woman. But they leave woman out of a lot things, because they don´t appreciate woman. They say woman is nothing and must accept everything they say is right. But you got your own thinking, too. The oneness and togetherness is king and the queen. That´s how is supposed to be. Well, if you got a king thats giving you the strengths, you think about a lot of things. The reason why you accept Rastafari is because it´s togetherness and oneness. Thats why we put a natty dread on we head and we live certain life. We separate ourselves from living like the baldheads kind of way like getting drunk, but we´re not getting the strength from the kings. They are dealing with baldhead women, wearing tight pants, eating meat, and you got your queen home sitting, who just dressing culcha, tie up her natty just living with. Thats why a lot of daughters even take out the natty dread. Couse it´s the strength what they looking for they don´t get."

Bianca Brynda schließt ihre Untersuchung über "Roots Daughter" mit folgendem Statement:

"Der Mann beherrscht die Frau und unterdrückt sie bis zu einem gewissen Punkt und diese Erfahrung prägt die Psyche der Rastafrau. Sie weist die Lebensweise Babylons zurück und nimmt die Art und Weise der Rastafaris an. Sie hofft, Zuflucht, Stärke und Unterstützung zu erhalten. Frauen sind nicht nur mit Rassen- und Klassendiskriminierungen konfrontiert, sondern auch mit Sexismus von ihrem eigenen Partner, den "Kings", die anscheinend die Rolle der weißen Sklavenhalter übernehmen, die in keinster Weise akzeptieren, dass Frauen Menschen mit eigenen Gefühlen und Gedanken sind. Die Rastafari kämpfen für die Menschenrechte, behandeln ihre eigenen Frauen aber respektlos und erniedrigen sie. Sie missbrauchen die Frauen verbal, emotional und manchmal auch physisch. Oft manipulieren sie die Aussagen der Bibel zu ihrem eigenen Vorteil. Aber Jah sagt, es gäbe Liebe, Frieden, Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit für alle".

Andererseits kann es nicht verneint werden, das den Rasta-Frauen auf einer bestimmten Ebene ein hohes Maß an Respekt entgegengebracht wird. Sie wird als die Urfrau angesehen, als Königin Sheba, Queen Omega und entsprechend verehrt.


4.6. Die Rolle der Frau


Um die Einstellung der Rastas gegenüber Frauen zu verstehen, ist es notwendig, die Rolle der Frau in der Bibel zu verstehen.
Die erste Frau ist Eva. Sie war, verführt durch den Teufel, Adams Versuchung. Die nächste ist Sarai, die, als sie gebeten wurde sich als seine Schwester auszugeben, um sein Leben zu retten, dies unwidersprochen tat. Sarai wird gefolgt von Rebecca, die Ränke gegen ihren Mann schmiedete, um sicherzustellen, dass ihr Lieblings-Sohn den Segen seines blinden Vater erhielt. Rachel und Leah, die beiden Schwestern, die um die Gunst der jeweiligen Ehemänner wetteifern, indem sie ihre Fruchtbarkeit ins Feld führen. Potiphars Frau versuchte Joseph zu verführen, der aber ihre Versuchungen durchkreuzte, woraufhin sie erzählte, er hätte versucht sie zu vergewaltigen.

Wie diese biblischen Geschichten zeigen, gibt es ein Muster für die Rolle der Frau. Die Geschichten erzählen von Männern mit Frauen nur am Rande. Sie erscheinen nur, wenn sie für ein bestimmtes Geschehnis relevant waren. Für die Rasta-Männer, war es bedeutend, dass die ersten Frauen, die in der Bibel erwähnt wurden, in einem negativen Licht gezeigt wurden. Es wurde als deutliche Warnung vor dem Bösen in der Frau aufgefasst. An dieser Interpretation halten viele Rasta-Männer fest, es gibt aber auch welche, die sagen, dass das Böse im Teufel war und Eva nur das Opfer. Es war außerdem selbstverständlich für sie mit Adam teilen zu wollen. Adam unterlag seiner Schwäche, wo er eigentlich seinem besseren Wissen hätte folgen sollen.
Diese Interpretation ehrt die Frauen einiges mehr. Dar Mann ist verantwortlich für Schutz und Führung der Frau weg von der Sünde. Die andere Dogma ist viel verurteilender: Es besagt, dass Frauen unrein sind und davon abgehalten werden müssen, den Mann zu korrumpieren. Es impliziert auch, dass Frauen wegen ihres großen sündigen Potentials nicht zusammensein sollten. Und: Die Frau muss durch den Mann geführt, unterwiesen und eingeschränkt werden.

Sister Judy sagt über die Frau als Rollenmodel:

"Well, the traditional role of the Rastawoman is to work as hard as she can, because being the mother of the children, she being the wife and usually in time gone by, that would be just her role, but recently Rastawoman have more qualifications, they have more to offer, more to contribute to the welfare of their people. You have Rastawomen out there in the working world in different categories of profession, you know. So, I wouldn´t say there is a specific role for her. She can do whatever she wants."

Aber es gibt auch bei Rasta-Männern solche Stimmen: Gil Tucker schreibt in "Teer und Tempel":

"Die Rastafari-Bewegung orientiert sich theologisch an der Bibel und wir führen dabei den Mythos von Adam und Eva zu seiner vollkommenen Absurdität. Wie können wir die weiße christliche Bibelauslegung bekämpfen, wenn wir weiterhin diesen grundlegenden Irrtum verinnerlichen, als wäre das der Garten von Eden, und ihn zum Vorwand nehmen, um die Unterdrückung und Demütigung unserer Mütter in alle Ewigkeit fortzusetzen?"

und:

"Die Ketten der Sklaverei sind beseitigt, aber sie stecken noch immer in unseren Köpfen, als die letzten Spuren kolonialer Psychologie. Erst wenn wir Frauen als Persönlichkeiten respektieren, mit ihnen kämpfen, unser Bewußtsein öffnen und alternative Lebenswege suchen, erst dann werden wir beginnen, Babylon wirklich zu besiegen und nicht nur falsche und heuschlerische Rhetorik von uns zu geben. Gleiche Rechte und Gerechtigkeit gelten für alle Menschen ohne Unterschied."

Horace Cambell schreibt in seinem Buch "Rasta and Resistance", das die kulturellen, politischen und spirituellen Ursprünge von Rastafari untersucht, in etwas folgendes:


"Das Problem der Ungleichheit zwischen Rasta-Männern und –Frauen reflektiert die Ungleichheit der Geschlechter in den Gegenwärtigen kapitalistischen Gesellschaften und die dreifache Diskrimierung in Bezug auf Geschlecht, Herkunft und Klasse, der die Rasta-Frauen unterliegen. Auch wenn Rasta-Männer die Gleichheit der Frauen als wichtige Frage betrachten, so fahren doch viele fort, ihre Frauen zu mißbrauchen, ausgelöst durch die Frustration der Unterdrückung. Oft wird die Bibel als Entschuldigung herangezogen, wie z.B. der Ausschluß menstruierender Frauen aus der Gesellschaft."

Das sind anscheinend jedoch eher Ausnahmen, denn im Allgemeinen haben Rasta-Männer eher eine uniformierte Einstellung zur relativen Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

Ein Rasta drückte es ganz plump aus:

"Women was given unto man for man´s use. God is man and man is God, so how can a woman be equal to man?"

Eine Interpretation dazu stammt von John Plummer in "Movement of Jah People": Er sagt, daß die Kolonialisten während der Sklaverei die afrikanische Familienstruktur zerstört haben, weil sie Umstände wollten, unter denen sie Sklaven billiger "produzieren" konnten als sie aus Afrika herzutransportieren. Dadurch sei die Frau kaum mehr gewesen als eine Bett-Gesellin und eine Dienerin.

Ich persönlich weiß zu wenig über afrikanische Familienstrukturen (wobei es natürlich DIE afrikanische Familienstruktur sowieso nicht gibt), als dass ich seine Interpretation ablehnen oder bejahen könnte.

4.7. Die Anziehungskraft des Rastafari auf Frauen

Beobachtungen haben ergeben, dass Frauen eine starke Gruppe innerhalb der Rasta-Gemeinschaft sind und viele im Rastafari ihr Befreiung aus der gegenwärtigen untergeordneten Rolle in der Gesellschaft sehen. Die meisten akzeptieren die Forderungen, die an sie gestellt werden. Es scheint, als gäbe es einen definitiven Wunsch, in dieser Rolle zu funktionieren. Ein Wunsch nach einer strukturierten und disziplinierten Lebensweise. Dies ist anscheinend der Grund für die steigende Akzeptanz und Popularität für Rastafari in der weiblichen jamaikanischen Bevölkerung.

Rastafari erhebt die Frau auf einen ganz speziellen Platz in ihrer Rolle als Mutter und Frau. Dies muss nicht im Gegensatz zu anderen Überzeugungen stehen. Die Tatsache, dass die schwarze Frau als Königin, Madonna, Mutter der Erde angesehen wird, bedeutet nicht, dass sie nicht eine klare Rolle im Verhältnis zu Männern und zu ihrer Kultur haben können.

4.8. Rasta-Philosophie aus weiblicher Sicht

Einigen Rasta-Frauen ist ihre Rolle, wie die Rasta-Gemeinschaft sie vorschreibt nicht schlüssig. So beschäftigen sich einige mit den wenigen Niederschriften und entwickeln ihre eigene Philosophie. Stellvertretend für eine mögliche weibliche Deutung von Rastafari möchte ich hier Sis Farika Birhan zitieren. Sie ist Rasta, Journalistin und Dokumentarin der Bewegung:

"Babylon ist ein Königinnen-Reich dessen Huren-Königinnen von homosexuellen Männern manipuliert werden. Weil dies so ist, hat Babylon kein Interesse, eine Königin mit Integrität, wie Rasta-Frauen sie besitzen, zu haben. Stattdessen erheben sie ihre Huren-Königinnen, um die Welt zu regieren und Unschuld in Unmoral zu verwandeln. Das Zentrum dieser Befleckung durch Huren-Königinnen ist die Film-Industrie und das Fernsehen. Daher sollte es niemanden verwundern, wenn die Rasta-Frau als Queen Omega, die Queen Mother of Iration, eine Bedrohung für Babylon ist."

Jeder Rasta ist der Sohn von King Alpha und die Rasta-Frau herrscht mit ihrer Mutter, da die Tochter die Weiterführung der Mutter ist. Also ist der höchste Titel einer Rasta-Frau "Queen Omega". Babylon benutzt jeden Trick, Queen Omega von der Welt fernzuhalten. Der gemeinste Trick ist dabei, die Frau an ihrem spirituellen Aufsteigen zur Queen Omega zu behindern. Dies wurde dadurch erreicht, daß viele Frauen in den Anfangsjahren des Rastafari ihrer Gemeinschaft entrissen wurden, als viele Rastas ins Gefängnis gesteckt wurden. Sie blieben ohne Schutz zurück. Durch eine Flüsterkampagne wurden viele Rasta-Frauen verhöhnt und durch ihre Familie verachtet.

Die Herren (Jamaikas) verordneten der Rasta-Bewegung eine nomadische Lebensweise, um Frauen davon abzuhalten, ihr beizutreten und sie zu stabilisieren. Diese Destabilisierung in Babylon verherrlicht den Rastafari ohne Familienbande. Der romantische, mystische Priester, der durch die Straßen wandelt und das Strafgericht bringt und Feuer über die Menschen in der Welt. Die Rasta-Queen-Mother, die durch den Mond symbolisiert wird, wächst blass im Aufruhr der Aufmerksamkeit, die dem Löwen entgegengebracht wird. Kaiserin Menen, Frau von Haile Selassie I. ist die Queen Omega innerhalb dieser Grenzen. Makeda, Königin von Saba, die die solomonische Linie durch ihren Sohn Menelik, der Frucht ihrer Vereinigung mit Solomon, etablierte, war innerhalb ihrer Grenzen Queen Omega. Genau wie Maria, die Mutter von Jesus Christus. Kaiserin Menens Name wird als ein Zeichen dafür angesehen, dass sie das Ende für alle Männer bringen wird.

Die Rolle von Queen Omega, der Rasta-Frau, wird in Leonard Howells Buch The Promised Key so beschrieben: "Queen Omega, the Ethiopian woman, is the crown woman of this world. She hands us the rule book from the poles of Supreme Authority. She is the Canon Mistress of creation. King Alpha and Queen Omega are the Paymasters of the world. Queen Omega being the balming mistress of many worlds, she changes the powerhouse right now".

Howell berichtet auch, dass, nachdem der Duke of Gloucester Kaiser Haile Selassi I. ein Zepter aus purem Gold überreichte, das aus Äthiopien gestohlen wurde, Haile Selassi dieses Zepter Queen Omega übergeben habe. Und er sagt, dass King Alpha Queen Omega bat, ihm das "Militant Balance Sheet" und die "Payrole" zu übergeben. Das Fehlen eines Fokuses auf Queen Omega ist darauf zurückzuführen, das ihre Repräsentantin, Kaiserin Menen, von der Erde verschwand, bevor die Bewegung erstarkte. Es gab niemals eine Erklärung für ihr Verschwinden. Doch ihre Wirkung auf die Bewegung während ihres Daseins auf dieser Erde war enorm. Rastafaris bezeichneten ihre Frauen bei der Zusammenkunft als Queen. Und die Rasta-Frauen hatten ein weiblich Model für ihre Rolle. Die Rastafaris sahen Kaiserin Menen in jeder Rasta-Frau und ihr Respekt war groß.

Man muss bedenken, dass Kaiserin Menen am selben Tag als Haile Selassie I. gekrönt wurde, auch sie gekrönt wurde. Und genau wie die Krönung von Haile Selassie die Ankunft des schwarzen Mannes in seinem Königreich symbolisierte, symbolisiert ihre Krönung, die Ankunft der schwarzen Frau in ihrem Königinnenreich. Der psychologische Effekt auf Schwarze Frauen, eine afrikanische Frau auf dem Thron zu sehen, wurde niemals untersucht. Aber er sollte niemals übersehen werden von denen, die nach der Frau in der Rasta-Kultur suchen."

5.SCHLUSSWORTE

aus: Itation of Jamaica and I Rastafari

Wie wir gehört haben, ist die Rolle der Frau im Rastafarianismus keinesfalls festgeschrieben, die Bewegung bezieht sich jedoch ursprünglich auf die Bibel und ihrem Rollenbild. Doch es gibt viele Bestrebungen von Rasta-Frauen sich innerhalb der Gemeinschaft zu emanzipieren und auch einige Rasta-Männer scheinen sich auf dem "richtigen" Weg zu befinden. In ihrer Rolle sind Rasta-Frauen auf ein bestimmtes Modell festgelegt, aber wie auch in vielen anderen Gesellschaften auch gibt es Frauen, die sich mit dieser Rolle zufrieden geben und solche, die dagegen kämpfen, wie Queen Nzinga, Sojourner Truth, Harriet Tubman, Amy Jaques Garvey und Angela Davis.

© Text & Bilder RiddimXL

 

Newsletter

Wenn Du unseren kostenlosen Newsletter abonnieren willst, trag Dich bitte hier ein.


Garantiert kein Spam! Alle Daten werden streng nach den Datenschutzrichtlinien behandelt!

Gemeinsam für Afrika

Banner

Skype Chatten

Chat with me
Hol dir Skype und teile uns Lob, Kritik, Anregungen, Unterstützung mit. Oder hol dir einfach nur Infos.

Autodesk AutoCAD 2009 adobe dreamweaver cheap