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Montag, 23. Oktober 2017

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Keiner
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Chiemsee Reggae Summer 2006 REVIEW Drucken E-Mail
Chiemsee Reggae Summer
BobMarley.at /.ch /.info - Chiemsee Reggae Review 2004 Forestglade West 2003 Preview

 

CHIEMSEE REGGAE HOMEPAGE

MB PRESSE

 

Bester Chiemsee Reggae Summer seit Jahren!

18 000 Fans von Wetter und Musik begeistert - Festival der großen Emotionen

 

Was für eine Party, was für Emotionen! Der 12. Chiemsee Reggae Summer war eine Achterbahnfahrt durch alle Gefühlslagen: Von überschwänglicher Ausgelassenheit bis hin zu ehrlicher Trauer um den verstorbenen Culture-Frontman Joseph Hill. Insgesamt erlebten die 18 000 Besucher wohl eines der besten Festivals in der Historie des Chiemsee Reggae Summer.

 

„Leute, es war einfach ne geile Zeit mit Euch Allen! Ich hab wirklich jeden Moment mit euch genossen! Egal ob im Coke Zelt, Zeltbühne, Main Stage oder irgend woanders, Ihr wart einfach immer und überall geil drauf! Für diejenigen, die vorhaben nächstes Jahr dort hinzugeh'n, es lohnt sich! Man geht hin und es öffnen sich einem die Tore ins Paradies!- Was ein gewisser Ronaldhino aus Bad Wiessee im Gästebuch der Festival-Homepage schreibt, spiegelt die Stimmung bestens wider. Sharon & Lina aus Karlsruhe meinen: "Wir waren zum ersten Mal hier und sind total begeistert! Es ist immer wieder schön zu sehen, wie Menschen sich durch Musik nahe kommen und irgendwie alle miteinander verbunden sind…Wir sind so froh, so viele nette Menschen kennen gelernt zu haben… Dankeschön für eine tolle Zeit!" Und Jule aus Untermaßholderbach findet: "Bin immer noch voll verreggaed und weiß nicht so genau, ob ich jemals wieder einen Gang ohne Sprünge und Tanzeinlagen haben werde - es war genial!"

 

Dass die Stimmung so brillant war, lag natürlich auch schönen spätsommerlichen Wetter. Nach den fetten Schauern am Donnerstag hat sich Petrus angeblich bei den hübschen Zöpferlflechterinnen im Bazar ein paar Dreads machen lassen, an denen er so viel Spaß hatte, dass er seine extralangen Wolkenschieber ausgepackt hat. Während es im Rest des Landes teils richtig geschüttet hat, schien in Übersee bis auf einen Regenguss am Sonntagabend die Sonne so intensiv, dass zahlreiche Besucher dank ihres Sonnenbrandes noch einige Tage zwangsweise an das Festival erinnert werden. Möglicherweise lag es aber gar nicht an den Dreads, dass Petrus so gute Laune hatte, sondern an der illustren Band um Bob Marley, die sich mittlerweile dort oben über den Wolken spielt: Nachdem der geniale Desmond Dekker, der ja noch im letzten Jahr Vollgas beim Chiemsee Reggae Summer gegeben hat, im Frühjahr verstorben ist, kommt ja jetzt auch noch mit Culture-Frontmann Joseph Hill einer besten Roots-Sänger dazu. Was sein Sohn Kenyatta am Freitagabend aus dem musikalischen Erbe gemacht hat, war mehr als ergreifend. Was für ein starker Junge, der eine Woche nach dem Tod seines Papas die Botschaft von Liebe und Gerechtigkeit, von Roots und Culture so weiterlebt! Das ist schier übermenschlich. Diese Kraft kann nur aus der Musik und einem tiefen Glauben an die Ideale seines Vaters kommen. Auch Telford Nelson, Gründungsmitglied Albert Walker und der Rest der Band gaben für ihren verstorbenen Chef alles und spielten eine Show, die in jeder Hinsicht bemerkenswert war. "Musik kann zwar keine Kriege beenden, Reggae ist aber im Stande Liebe zu verbreiten", bekräftigte auch Everton Blender die Lebensphilosophie seines Freundes Joseph Hill, zu dessen Ehre er beim Auftritt von Culture ein Lied beitrug, dann aber unter Tränen das Mikrophon wieder an Kenyatta übergab. "Ich finde, dass ein Joseph-Hill-Gedenktag eingeführt werden sollte", forderte Blender, der auch an Dekker gedachte: "Wenn Desmond zu singen anfing, war ich immer sehr berührt. Seine Musik muss weiterleben und deswegen ist es gut, dass seine Tochter Aisha in die Fussstapfen ihres berühmten Vaters steigt und bereits einige Songs veröffentlicht hat." Gleiches gälte auch für die Musik seines Weggefährten Joseph Hill und deswegen verteidigte er auch den Auftritt von Culture vor allen Kritiker, die Pietätlosigkeit monierten.

 

Auch Eek-a-Mouse, der am Samstag wieder mal eine seiner Energie geladenen Super-Shows vom Stapel ließ war ein großer Bewunderer von Joseph Hill und bedauerte seinen Tod zutiefst: "Ich war zwar zum Zeitpunkt des Todes nicht auf Jamaica. Ich kann mir aber vorstellen, dass meine Landsleute regelrecht bestürzt waren."

 

"Einen Auftritt nach Culture zu haben, bedeutet für uns das weiterzuführen, was die vorige Generation angefangen hat", meinte Frank, einer der drei Seeed-Sänger. Die fetteste Dancehall-Band der Republik hat ihren vierten Auftritt beim Chiemsee Reggae Summer in vollen Zügen genossen. "Uns ist schon länger aufgefallen je südlicher, also Österreich, Schweiz oder Süddeutschland man geht, desto mehr feiert das Publikum ab! Das Besondere am CRS ist das geile Panorama, die schöne Natur und das entspannte Ambiente. Es freut uns, dass so ein Festival gerade in Bayern stattfindet", spielte Frank auf die wieder extrem starken Sicherheits- und Drogenkontrollen an, die neben dem wechselhaften Wetter der letzten beiden Jahre einer der Hauptgründe sind, warum das Festival, das ja in den letzten drei Jahren ausverkauft war, diesmal nur 18 000 Besucher anzog. Ähnlich argumentierte auch Hans Söllner, der dem Festival am Samstag privat einen Besuch abstatte und gerade dazu kam, als Beamte ein junges Mädchen intensiv "filzten". "Ich hab nur g'sagt, dass sie sich schama soin, dann ham's sofort aufg'hört", erzählte der bayerische Rastafari, der auch schon zwei Mal beim Chiemsee Reggae Summer sensationelle Auftritte hatte. Söllner, der mit einem Teil seiner Familie kam, genoss am Samstagnachmittag den Auftritt seines afrikanischen "Bruders" Tiken Jah Fakoly, wie er ein unermüdlicher Kämpfer, dessen Engagement mit zahllosen Repressalien honoriert wird.

 

Ein Highlight des Festivals bot sich den Fans gleich bei den ersten Tönen am Freitag. Mit Matisyahu aus New York eröffnete nämlich einer der angesagtesten Künstler den 12. Chiemsee Reggae Summer. Der amerikanische Journalist und Fotograph Jamie Soja, der anlässlich des Auftritts von Matisyahu extra anreiste, war vom Festivals so begeistert, dass er seine eigene Gitarre in Reggae-Farben bepinselte und groß Chiemsee Reggae Summer 2006 drauf schrieb. Was den Auftritt von Matisyahu angeht, muss man sagen, dass er auch die Kritiker überzeugt hat. Sein Beat Boxing gehörte zum Feinsten, was jemals beim Chiemsee Reggae Summer geboten wurde. In dieser Beziehung stand ihm die Saian Supa Crew, übrigens die Lieblingsband von Seeed, kaum nach.

 

Schönen und sehr warmen Roots brachte Bambú Station am Freitag von der Elfenbeinküste mit und Israel Vibration klangen diesmal wieder so wie sie klingen sollen und warum die Roots-Fans diese Veteranen lieben. Vor allem Flubber am Bass hatte mal wieder eine seiner Sternstunden. Keiner spielt den Bass so sumpfig wie er. Für die warmherzigen Töne war am Sonntag auch Deutschlands bezauberndste Soulsista zuständig. Mit einer umwerfenden Liebenswürdigkeit ausgestattet, lehrte Joy Denalane den Fans den deutsch-afrikanischen Blues. Schöne Emotionen von einer ebenso herzlichen wie stolzen Frau.

 

Richtig Spass hat am Sonntag auch die französische Dub Incorporation gemacht. Treibender Ragga vermischt mit HipHop und Reggae - das ist Partie pur. Dass sich an den Auftritt der Band um Frontmann Komlan gleich die Show von Culcha Candela anschloss, passte natürlich bestens. Aufgewärmt von La Vela Puerca, aufgeheizt von der Dub Incorporation, war die Crowd natürlich so richtig auf Betriebstemperatur. Unglaublich wie vor allem die jungen Fans auf diese Band abgehen! Auch die sieben Culcha-Jungs hatten so großen Spaß, dass sie sogar noch bei der Pressekonferenz im Pressezelt lautstark einen ganz Song a cappella intonierten. Jan Delay und seine Disko No. 1-Show kam bei den Fans am Samstag ebenfalls bestens an. Mit Lee Perry und Steel Pulse waren am Sonntag noch zwei richtig große Reggae-Legenden am Start. Steel Pulse hatte dann das Pech als einzige Band spielen zu müssen, als es gerade regnete, aber das CRS-Publikum ist ja regenerprobt. Der ganz große Wurf gelang dann noch den Jungs von Righteous Riddims, die beim Chiemsee Reggae Summer den Dubplate Container betreuen. Ursprünglich sollte Steel Pulse-Sänger David Hinds kurz nach seinem Auftritt direkt ins Hotel zurück, doch als die Jungs versprachen Hinds selbst ins Hotel zu fahren, hatte der Frontmann von Steel Pulse so viel Spass am Einsingen des Tunes, dass er gleich zehn Takes machte und bis vier Morgens im Dubplate-Container zubrachte. Der Lohn für Righteous Riddims: Sie sind jetzt der einzige Sound in Deutschland, die eine Dubplate von Steel Pulse besitzen. Respekt!

 

Teilweise recht ruhig und fast schon feierlich war die Show von Reggae-Legende Burning Spear, der aber zum Schluss noch mal richtig Gas gab und bei seinem möglicher Weise letzten Chiemsee-Auftritt den Fans viele seiner ganz großen Hits schenkte. Einen ganz anderen Sound präsentierte Chuck Fenda aus der Nachfolge-Generation bei seinem ersten CRS-Auftritt. Da ging richtig die Post ab.

 

Das gilt auch für viele Bands, die auf der Zeltbühne auftraten. So etwa das Tokyo Ska Paradise aus Japan, die ein Höllentempo vorlegten, die Bühne zum Beben brachten und das Zelt fast weggepustet hätten. Auch Martin Jondo gehörte zu den ganz großen Abräumern, die im Zelt so manchem Mainstage-Artist die Show stahlen. Ebenso die Stammgäste Mono & Nikitaman und Mellow Mark. Deutlicher weniger war dann im Zelt los, als Jah Meek & House of Ridddim feat. Marlene Johnson in den frühen Montagmorgenstunden das Festival ausklingen ließen. Trotzdem noch ein sehr feiner Gig zum Abschluss. Das House of Riddim hatte ja bereits am Samstag als Backing Band von Everton Blender auf der Hauptbühne einen gefeierten Einsatz.

 

Stark frequentiert war auch das Coke DJ-Zelt, in der mit feinster Technik im Dancehall Style an den Scheiben gedreht wurde. Dass Barney Millah, David Rodigan, Vinzent Fries und das geniale Pow Pow Movement & Co das richtig gut drauf haben, versteht sich von selbst. Kurzum: Das Line Up, das anfangs von manchen potentiellen CRS-Besuchern kritisiert wurde, hat voll überzeugt und war das Beste seit Jahren. So hat das Festival für jede Geschmacksrichtung ausreichend Hörstoff geliefert, die Atmosphäre war richtig entspannt und auch die Einsatzkräfte hatten kaum Stress. "Wir sind froh, dass das Festival dank des Sicherheitskonzeptes, das wir gemeinsam mit der Polizei erarbeitet haben, diesmal wirklich total friedlich verlaufen ist. Auch die Verkehrsregelung hat bestens geklappt. Dafür unser Dank an die Polizei, die hier hervorragend gearbeitet hat", erklärten die Veranstalter.

 

Der Service, zu dem ja auch die kostenlose Bahnfahrt und der tolle Shuttleservice gehören und die Organisation wurden von den Besuchern, wie man in Bayern sagt, über den Schell'n König gelobt. Auch diesmal reiste die Hälfte aller Besucher wieder mit der Bahn an. Der Grillplatz auf der Camping-Area, der anfangs etwas skeptisch beäugt wurde, entwickelte sich schnell zu einem echten Renner und die Cruise am Donnerstag mit Jahcoustix war trotz der Regengüsse ein richtig fetziger Auftakt. "Ich denke, dass es für die Besucher der beste Chiemsee Reggae Summer überhaupt war", sagte Martin Altmann vom Veranstalter CRP, der angesichts der geringeren Besucherzahl mit finanziellen Einbußen rechnen muss, aber deswegen die Flinte nicht ins Korn werfen wird.

 

Michael Buchholz

 

 

 

 

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